Wie im letzten Posting bereits erwähnt, ist der 1928 erbaute Erismannhof eine Blockrandsiedlung, die ihren grosszügigen Hof bis heute durchgehend in wohnlichem Zustand erhalten hat. Unter Denkmalschutz stehend, durfte er weder grundlegend verändert, noch abgebrochen werden. Ganz im Unterschied zu den anschliessenden zwei Höfen entlang des Bahngrabens, welche 2025 in einer Volksabstimmung zu Abbruch und Ersatz freigegeben wurden.
Die Frühlingsbilder unterstreichen die Kraft der an fünf Stellen mit Torbauten zusammengeschlossenen Hofbebauung. Von Kirschbäumen begleitete Längsmauern scheiden die Wege von den grosszügigen Aufenthaltsflächen in der Mitte. Ein Velounterstand und ein Kindergartengebäude finden sich an den beiden Enden. Das Holz für die Kachelöfen kommt heutzutage vom Grossverteiler beim Lochergut. Eine gute Idee, fand ein Bewohner: «Wir heizen sparsam und temporär und die Energie wächst nach».
Das klare und robuste Konzept hat die Zeit – bald 100 Jahre – gut überlebt. Der Hof ist Bühne des Siedlungslebens. Wer hier aufwächst, hat mit dem intensiven Bodenbezug einen Vorteil fürs Leben. Kinder können ab 3 Jahren ins Freie gelassen werden und beginnen umgehend Körper, Geist und Seele zu entwickeln. Ganz im Gegensatz zum isolierten Hochhauswohnen an der Spielkonsole.