«Blockrand» kommt auch im Buch von Hans Widmer vor. Er hat schon 1983 über das Wohnen in der Stadt seine Gedanken im bekannten Buch «Bolo’Bolo» formuliert.
Die Basis ist Blockrand – stadtfreundlich – aber auch bewohnerfreundlich. «zuerivitruv» interpretiert es folgendermassen und hofft, dass Hans Widmer einverstanden wäre: Er befasst sich mit dem Aspekt der Organisation des Lebens in der Stadt in Form von selbstorganisierten Kollektiven.
Eine Impression aus seinem Buch «Nach Hause kommen / Mit Nachbarschaften der Klimakrise begegnen»: Man wohnt im Blockrand, steht auf und begibt sich ins Erdgeschoss um das Haus zu verlassen, oder darin zu arbeiten. Doch nicht ohne in der zum Block gehörenden Bäckerei Kaffee/Gipfeli zu sich zu nehmen. Auch Zeitungen liegen auf. Die etwa 500 Personen, die hier wohnen, teilen vieles und haben Verträge mit Bauernhöfen, die die Nahrung in wöchentlichen Fahrten durch elektrisch angetriebene Kleinlastwagen anliefern. Das sind Gedanken für die Neuorganisation der urbanen Nachbarschaft.
Die Bauform ist, wie gesagt, Blockrand, fünf- oder sechsstöckig und beherbergt etwa 500 Personen. Auch hier zeigt sich: Blockrand garantiert durch die Randbebauung der Parzelle das Maximum an Fläche für Wohnen und Gewerbe. Der frei organisierbare Hof ist willkommene Beigabe.
Im Sinn von «europäischem Stadtgewebe» könnten wir diese Bauform nur schon aus Gründen von Dichte, Energie, Sozialem und Stadtgestalt – endlich! – als Optimum für die schweizerische Stadt anerkennen und an dessen Perfektionierung arbeiten.