43° Celsius

Heute auf Instagram: “Portugal and Spain will face unbearable 43°C heat this weekend”. Bei uns sind es jetzt 33°C (nach Wetterbericht «gefühlt 35°C»); im schwachwindigen Pavé von Zürich und bei der hohen Luftfeuchtigkeit sehr unangenehm. Wir alle wissen, dass sich der Temperaturgalopp in den nächsten Jahren fortsetzen wird.

Möchte Zürich eine “Smart City” sein? 

Wenn Ja, müsste die Stadt sicherstellen, dass ab jetzt keine Fehler mehr gebaut werden. Das heisst: keine versiegelten Flächen und keine neuen Hochhäuser. Das erste ist längst erkannt. Stadträtin Simone Brander vermehrt Grünflächen und hat begonnen, eine Vielzahl von Anlagen zu schaffen (Posting vom 2. Juni 2025). Bei den Hochhäusern (Departemente von Stadtrat André Odermatt und Stadtpräsidentin Corine Mauch) braucht es noch Effort. Das Bild aus Lyon ist mit «Canicule) (Hundstage) und «höllische Hitze im Turm» bezeichnet. «Quartier minéral et peu ombragé» sind die weiteren Bemerkungen. Man «bratet» im Turm, weil er aus dem Häusermeer herausragt und schutzlos der Sonne ausgesetzt ist. Weil die Durchgrünung mit Bäumen fehlt, erntet auch das Pavé der Normalbebauung Kritik.

Die beste und auch dichte Stadtform ist «low rise / high density», weil sich daraus ein hitzeresistenteres Stadtgewebe ergibt, in dem Haus & Baum ähnliche Höhen erreichen. Das flirrende Licht der Blätter weicht nach dem herbstlichen Blattfall den Sonnenstrahlen auf Strassen und Fassaden. Diese Zusammenschau sieht «zuerivitruv» als Diskussionsbeitrag auf dem Weg zur Zürcher «Smart City».

2 Kommentare zu “43° Celsius”

  1. Heute in der SRF Tagespresse zu lesender Qualitätsjournalismus:

    „Gratis Einsprachen sind für den Wohnungsmangel verantwortlich“

    So einfach ist es.

  2. Ketzerisch könnte man sagen, dass es doch in tropischen Ländern gegen die Hitze längst eine technische Lösung gibt: Klimaanlagen!
    Die fressen zwar viel Strom und sind Bewulligungspflichtig (könnte man Abschaffen), und verteuern die Mietzinse respektive Nebenkosten.
    Wer sich das nicht Leisten kann, dem bietet die Stadt Zürich an, angesichts der Hitzewelle halt am frühen Morgen zu Lüften, dann alle Fenster und Türen zu schliessen und zu Hause zu bleiben – statt das Hochhauskonzept und die gesamte Stadtentwicklung zu überdenken.

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