Die verschwundenen Vorgängerbauten – 5 Villen an der Längsseite Richtung Uetliberg (links) leisteten sich mit gemeinsamem Tennisplatz eine luxuriöse Ausnahme im Blockrandgeviert. Auf dem Bild sehen wir eine sehr urbane Neuerschaffung der Blockrandidee: den Stockerhof, erbaut 1996 von Architekt Ralph Bänziger. Ein Totalunternehmer – wie sie heute üblich geworden sind – konzipierte an Stelle von etwa 15 aneinandergereihten Parzellen, die hier im Quartier üblich wären, eine grosse C-Form als ein ganzes Gebäude. Die Lücke des «C» hat die Stadt Zürich zum Schutz der grossen Blutbuche zur Bedingung gemacht. «Urban» heisst hier ein hohes Erdgeschoss, darüber drei Büroetagen. Dann kommt die Weiterführung der Fassade in der fünften Etage als Kulisse (ohne Fenster) und dahinter zurückgesetzt zweistöckige Attikawohnungen mit Dachterrassen. Den zu erwartenden gemeinsam nutzbaren Innenhof konsumiert ein nobles Fitness-Center. Das Ganze: stringent – nobel – kolossal – klassisch.
Kulturelle Einstufung: Es war 1996 die Wiederanknüpfung an das historische Rote-, Weisse-, und Utoschloss am Ende einer Zeit der Stadtflucht ins Einfamilienhaus – nobles Wohnen im Stadtzentrum, wie es in den Grossstädten Paris, Madrid, New York schon immer üblich war.