Qualifikation der Kandidaten

Das vorgängige Rodeo-Posting hat unter anderem einen einfühlsamen Kommentar erhalten. Ein Satz daraus: «Jemand kann nur etwas, das er auch gelernt hat». Gemeint waren die Verantwortlichen für «Stadtentwicklung» (Stadtpräsidentin) und für «Städtebau» (Vorsteher Hochbaudepartement). «zuerivitruv» meint: Die erlebte weitgehende Absenz von Städtebau und Stadtplanung und die dadurch verursachten Schäden während 15 Jahren einer Boomphase seien zu viel. Und: wir müssen jetzt alles tun, dass sich diese Schwäche nicht fortsetzt. Mit der Energie/CO2- und der Wohnungsfrage ist der Weg enger geworden. Es könnte aber gerade deswegen ganz einfach werden: Das Hochhaus fällt aus Gründen von Grauer- und Betriebsenergie (über Jahrzehnte) weg. Ebenso aus Gründen der 20-40% höheren Baukosten, die auch die Mieten unerschwinglich machen. Von Familientauglichkeit noch gar nicht zu sprechen.

Gehört das Hochhaus fürs Wohnen nicht mehr zum Besteck des Zürcher Städtebaus, eröffnen sich mit der Bearbeitung des zu verdichtenden Stadtgewebes erfreulichere Perspektiven als mit der Fortsetzung der bisherigen Wuhanisierung. Dass die dichtesten Städte Europas ohne das Hochhaus auskommen (Paris, Barcelona), wurde hier schon oft gesagt. Für die Presse und für uns Wähler heisst das: die Stadtratskandidaten auf die beschriebenen Qualifikationen hin zu befragen.

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