Wie schon zuvor dargelegt, braucht Zürich nach den Wahlen dringend die gestaltende Hand im Hochbaudepartement (Amt für Städtebau) und im Präsidialdepartement (Ressort Stadtentwicklung). Wie die letzten Postings zu zeigen versuchten, müssen sich die zwei genannten Amtsstellen gewaltig ertüchtigen. Wir stellen bis heute fest, dass in den Medieninterviews mit Kandidaten diese für die Biographie unserer Stadt lebenswichtige Qualifikation des Städtebaus (die im Unterschied zu vielen anderen eternell-prägenden Charakter hat) bisher mit keinem einzigen Wort erwähnt worden ist. Liegt «zuerivitruv» deshalb falsch? Zwei Betrachtungen dazu:
Heutige Medienwelt: Das Überfliessen von allzu leicht konsumierbaren elektronischen Medien führt – wie im heutigen Tages-Anzeiger zu lesen ist, zu einer Zuspitzung bei gleichzeitiger Ausdünnung der Themen. Zu lösende Problemfelder, die dazu Diskussion brauchen, fallen heraus und es entsteht an Stelle von demokratischer Arbeit viel nutzloses Geschrei. Das hat auch unser Zürich (mit dem Städtebau und der Stadtgestaltung) auf dem falschen Fuss erwischt.
Eine erfreuliche Überraschung: Gehen Sie auf TSÜRI (tsri.ch im Internet oder auf Instagram) und sehen Sie sich den Kommentar mit dem hier publizierten Bild an. Wo Städtebau bisher kaum Thema war, kommt jetzt eine klare Botschaft.
«zuerivitruv» steht doch nicht allein da. Erstens wegen seiner treuen Leserschaft und zweitens, weil Thomas Hug-Di Lena sein hauptsächliches Thema der Verkehrswende auf Städtebau und Stadtgestaltung ausgeweitet hat. In seinen Bildern greift er dieselben Bauten, die wir schon bestens kennen, als «graue Monolithen» an. Feiern wir doch für heute dieses Zusammenfinden!