Der Preis des Wegschauens

Im Hochhausthema gehen vor und nach der Gemeinderatsdebatte vom 25. Februar die Wellen jetzt höher, als üblich. Namhafte Zeitungen machen unter Wegschauen von Tatsachen Stimmung für das Hochhaus. Leserbeiträge kontern oder springen auf. Statt Wahrheit entsteht Schaum. In der Presse fehlen die Grundsatzartikel von Fachleuten vollständig. 

Willentlich oder aus Unwissen übersehene Tatsache ist, dass es zur Verdichtung das Hochhaus nicht braucht. Das ist am 25. Februar im Rat deutlich an die Oberfläche gekommen.

Was wir befürchten müssen, wenn wir jetzt wegschauen:

  • Unnötigerweise erhalten wir alle ein unerfreuliches Stadtbild
  • Unnötigerweise entfernen wir uns vom Generationenwerk der schönen Stadt
  • Unnötigerweise wohnen wir gestapelt und abgesondert von der Umgebung
  • Unnötigerweise beschränkt sich unsere Verbindung zur Umgebung auf den Liftschacht
  • Unnötigerweise verschwenden wir 20-40% mehr graue Energie
  • Unnötigerweise verschwenden wir über 100 Jahre oder mehr zu viel Betriebsenergie
  • Unnötigerweise erzeugen wir zu hohe Baukosten und Mieten

Das wäre in etwa die Quittung des Wegschauens. Nach dem 25. Februar sieht es besser aus – wir können auf kommende Legislaturen mit Fokus auf Stadtgestaltung hoffen. Wie ein Patient auf Genesung.

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