Die Bilder zeigen den 4. Baublock ab dem Bahnhof Enge und seinem vorgelagerten Tessinerplatz an der Kreuzung von Gotthard- und Stockerstrasse. Aus der Luft können wir stadtseitig die parzellenweise Bebauung ausmachen und seeseitig das grosse C des Roten Schlosses, das nur so tut, wie wenn es aus aneinandergereihten Parzellen zusammengesetzt wäre.
Schauen wir auf den Baustil, verharrt das Rote Schloss mit seinen roten Storen und der grössere Teil des Gegen-Cs noch im 19. Jahrhundert. Doch der Eckbau – gut an seinen Balkonen erkennbar – schafft es bereits in den Jugendstil. Der Umbruch liegt zwischen 1900und 1905. Unten rechts sehen wir den zu dieser Zeit im Quartier entstandenen Überschwang an Material und Dekor. Das war Konkurrenz und Wettbewerb zugleich.
Wenn hier schon Werbung für die Blockrandbebauung gemacht wird, dann sei das Wichtigste gesagt: Die Bauten folgen dem Aussenrand des Gevierts und erreichen dadurch eine Maximierung von Bauvolumen und städtischer Dichte ohne in die Höhe gehen zu müssen. Von selbst entsteht ein innerer Freiraum, der auf viele Arten genutzt werden kann.
Es ist bereits genug erzählt, um einerseits festzustellen, was die (europäische) Blockrandbebauung zu leisten imstande ist und anderseits welchen Reichtum sie zur Bereicherung der Stadt beitragen kann.