2025: 5 Jahre zuerivitruv und 1000 Follower

Darf «zuerivitruv» zum Dank auf eine Jahr-quer-Bimmelbahnfahrt einladen? Das vergangene Jahr hat uns viel beschäftigt; es ist uns aber auch vieles klar geworden. Das Wichtigste: Es darf nicht so weitergehen! – Zürich verliert im Wachstum. Eine Chronologie auf den Zeilen eines Postings kann nicht gelingen, doch vielleicht ein Destillat des Jahres. Hier der erste von zwei Teilen: 

Die Tramdepot-Türme mit der Zerstörung im Limmatraum und der Kasernierung von Familien haben uns erschüttert. Das zuständige Departement erhält im nächsten Jahr eine neue Leitung auf Stadtratsebene.

Die Energie/Klima/CO2-Frage verlangt in der nächsten Legislatur, was der ehemalige «Stadtwanderer» Benedikt Loderer «Neuvermessung des Oberstüblis» nannte. Wir haben Leitfiguren kennengelernt: Jan Gehl (Dänemark) für menschengerechten Städtebau, Carlos Moreno (Paris) für die verkehrsmindernde 15-Minutenstadt und von Wissenschaftern (UK, USA) das Papier, das «low rise/ high density» als energetische beste Lösung für energiearme Stadtkörper vorschlägt.

Die Festnahme von Europas Kokainkönig im Mobimo-Tower hat uns die Anonymität des Hochhauses vor Augen geführt. Wir haben dann mit dem ausufernden Stoppelfeld der Hochhäuser gesehen, wie das Stadtbild den Geist spiegelt, der es vor 25 Jahren implementierte und der es seither fördert oder duldet (Bilder aus dem Stadtmodell). Um die Absenz von Stadtplanung zu sehen, genügen die je 35 Jahre Stillstand auf dem Kasernenareal und in der Gestaltung des Limmatraumes nach dessen Befreiung aus der Industriezone. Als gutes Beispiel ist uns Emil Klöti, 1906-42 Stadtrat und Stadtpräsident, begegnet, der engagiert und umfassend für die Stadtentwicklung sorgte – in sozialer, qualitativer und gestalterischer Hinsicht. Wir hoffen, dass sein Licht in die Wahlen im März 2026 hineinleuchte.       

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