Stadt und Grün 3

Wir haben letztes Mal gesagt, dass wir sehen wollen, was geschieht, wenn ein einzelnes Gebäude den Baumhorizont und das Häusermeer überragt. Hier ist es: Das Frauenspital, das 1974 zum Ärgernis wurde und immer noch ist. Genauso, wie die Tour Montparnasse in Paris: ein Langzeitschaden. Rechts davon erhebt sich gegen den Schweizerfahnen des Utoschlosses hin ein langes Institutsgebäude mit Glasfassade. Wer hingeht, sieht, dass es im Hang gerade oberhalb des Gloriaranks viel zu hoch geraten ist. Das zeigt auch, dass das Stadtbild einiges vertragen kann. Doch mit dem Frauenspital wurde es gesprengt. Der Schaden ist permanent. Auch Grossbäume haben da keine Chance mehr.

Vergessen wir nicht: Stadtbild ist Allgemeingut.

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Stadt und Grün 2

«zuerivitruv» dankt «hellozuerich»: Es gibt kaum ein besseres Bild, um das wohltuende Gleichgewicht zwischen Grossbäumen und Gebäuden der mitteleuropäischen Stadt in Zürich zu zeigen. Einmal dominieren am Sechseläutenplatz die stolzen Bauten, einmal auf der hohen Promenade die stattlichen Bäume. Daraus ist Städtebau und Stadtgestaltung geworden, denn die schönen Exemplare bekrönen einen kleinen Grat in der Topografie von Zürich: die hohe Promenade mit Aussicht auf den See. Nach einem Abschwung am Zeltweg geht es sanft im Takt von Haus und Baum den Hang hinauf in die Quartiere Hottingen und Hirslanden.

Das alles mochte bisher so gewöhnlich erscheinen, dass wir es selbst nicht mehr bemerkten. Doch heute, mit der Klimaerwärmung, kommt dieser Errungenschaft plötzlich wieder grösste Bedeutung zu. Diese kluge gewachsene Struktur kontrastiert mit der panikartigen «Zementierung», die jetzt vom Hochbaudepartement vorangetrieben wird. Wir werden später zeigen, was geschieht, wenn statt der Bäume nur noch die Gebäude in die Höhe treiben.

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Stadt und Grün

Ab und zu macht auch «zuerivitruv» die kleine Rundfahrt auf dem See. Die Erkenntnisse passen perfekt unter den neuen Arbeitstitel «Stadt & Grün». Ist die europäische Stadt schön in die Grün-Wolle der hohen Bäume gepackt, sind oft nur die vordersten Ränder sichtbar. Ganze Quartiere verschwinden dahinter. Hier ist es das Seefeld. Weit oben ist rechts die Kirche Witikon sichtbar. So lieben wir unsere Stadt. Ästhetik, Stadt und ihr Klima stimmen. Wir fahren weiter mit dem Thema, bevor wir zeigen; wie das ganze Gleichgewicht abstürzen kann, wenn niemand zur Stadt schaut. «zuerivitruv» wird aber auch zeigen, wie neu gebaut werden kann, ohne das Stadtbild zu zerstören.

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In der «Wolle»

Nicht zuletzt nach der NZZ-Zukunftsdebatte «Perspektive 2040: Soll Zürich weiter wachsen?» vom 30. Oktober 2020 wendet sich «zuerivitruv» dem Zukunftsthema Stadt & Grün zu. Besonders beeindruckt hat die Referentin und Landschaftsarchitektin Martina Voser. Was «zuerivitruv» schon klar war, wird jetzt noch viel klarer: Wir müssen in der (europäischen) Stadt das Häusermeer zusammen mit dem Grün von Anlagen und Grossbäumen sehen. Klimatisch wird es mit den Städten nur so weitergehen können.

Von dieser Zukunftsvorstellung kann man nicht weiter entfernt sein als die gegenwärtigen Projekte der Stadt Zürich: Die Siedlung Letzi, die Gigatürme am Hardturm und neu zu Abstimmung Ende November vorliegend: Thurgauerstrasse-West mit gleich 5 Wohnsilos in Reihe! Zu viel Versteinerung auf den Grundstücken, zu grosse Erhebung über den Horizont der schattenspendenden Bäume. Da wird eine panikartige Verdichtung betrieben, die an Stadtklima und Wohnqualität vorbei geht.

Zum Start erlaubt sich «zuerivitruv» ein optimistisch stimmendes Bild aus dem Fundus von «visitzurich» zu entnehmen: Eine gute mitteleuropäische Stadt – und Zürich gehört dazu – versinkt genüsslich in der «Wolle» von vielen Grossbäumen.

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Bett vor dem Kopf

«zuerivitruv» weist darauf hin, dass wir diese Bretter vor dem Kopf den Hochhausrichtlinien aus dem Jahrt 2001 verdanken. Seit 1 ½ Jahren brütet das Hochbaudepartement jetzt zusammen mit Experten über dessen Revision. Paris ist stolz auf seinen offenen Himmel, der die Seele atmen lässt, Grosszügigkeit verströmt und Überblick gewährt. Wir wollen den See, die nahen Hügelzüge und auch die fernen Alpen weiterhin erleben können.

Zwischen Türmen kriechen und in deren Wildwuchs ertrinken, das ist keine europäische Lösung. Die Städte haben Geschichte und die Stadtbilder sind zu schön um mit Gewalt wahllos aufgebrochen zu werden. Es fragt sich, ob das offizielle Zürich noch eine würdige Lösung findet. Schreiten wir deshalb als Bürgerschaft zur Tat: Am 29. November können 5 Wohnsilos an der nächsten Volksabstimmung abgelehnt werden. Engagierte Bürger haben das Referendum erkämpft und öffnen den Weg zu einer besseren Lösung ohne die rücksichtslose Verdichtung durch Hochhäuser. Ein Vorschlag dazu wurde bereits im letzten Jahr publiziert. Darum: Nein zum verfehlten Gestaltungsplan Thurgauerstrasse.

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Raub des freien Blicks

Es kann einem auch im Aussenquartier der Stadt passieren, dass man den Horizont und die eigene Stadt nicht mehr sieht. Im international ausgerichteten Büroviertel mag das noch angehen, so es überhaupt eines hat und die Bürgerschaft einverstanden ist. Im Wohnquartier weit aussen, wie hier in Leimbach, ist das stümperhaft.

Ist Städtebau in Zürich ein Fremdwort?
Sind die Hügelzüge und der See ein Wegwerfprodukt?

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Wo ist das Stadtbild? Kein Gesetz?

Wenden wir uns doch nach dem Bellevue wieder den grossen neuen Stadtteilen zu. Seit 2001 darf dort hochgeschossen werden. Es müsse aber städtebaulich begründet sein. Wie wir heute alle sehen, ist das nie eingefordert worden. Noch immer kann sich jeder Bauherr irgendwo über den Stadthorizont erheben. Nicht einmal die gesetzliche 80m-Limite hielt dicht. Der Prime Tower überschiesst um 46m und die Fussballtürme am Hardturm sollen 137m erreichen. Und auch von einer Gruppierung ist keine Spur sichtbar. Darum hat sich der Ausdruck «Stoppelfeld von Zürich» eingebürgert.

« Hors contrôle ! »

«zuerivitruv fragt: bist Du / sind Sie damit einverstanden?
«zuerivitruv» fragt: sind alle 9 Stadträte und Stadträtinnen damit einverstanden?

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Bellevue: wenig Aufwand grosse Wirkung

“zuerivitruv” hat das Opernhaus von der Bellevue-Tramstation aus wegen Bäumen in seiner ganzen Kindheit nie gesehen. Ein wichtiger Bau kippt so aus dem kollektiven Bewusstsein. Dann kam der neue Platz und: schon wieder Bäume, die die Blickachse zur Oper verstellen. Eine Bauminsel am dümmsten Ort! Es braucht ein paar neue Grossbäume für Schatten ausserhalb der prominenten Blickachse und noch eine Winzigkeit: die Hecke an der Bellerivestrasse muss entfernt werden, damit man den See wieder sieht.

Zwei Mini-Massnahmen und schon kommen Opernhaus und unser See ins Bild. Ganz nach den Büchern von Vitruv (84-27 v.Chr.) über Architektur und Städtebau.

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