Zwei Welten

Der liegende Block (Kraftwerek 1) mit der grosszügigen und luftigen Sockelzone kommuniziert lebhaft mit der Umgebung. Man kann sich darin auch eine grosse Vielfalt von interessanten Nutzungen vorstellen.

Beim stehenden Block rechts (ABZ) herrscht Monokultur. Die Bewohner sind gestapelte Insassen: 1 Stock mehr oder weniger gefällig? Oder gar 10? Es spielt keine Rolle mehr, denn der Mensch ist im Hochregallager. «zuerivitruv» sind die Bestrebungen zur Gruppierung von Etagen bekannt: eine Symptombekämpfung. Nicht vergessen: Diese 80 Meter hohe Scheibe erhebt sich über das Häusermeer und greift massiv ins Stadtbild ein. Sie macht sich zum weither sichtbaren Monument, ohne eines zu sein. Die in der Stadt begehrten Luftströme treffen auf ein beachtliches Hindernis. Gleiches geschieht unserem Blick der frei über die Stadt schweifen will. Die bewaldeten Kuppen der Hügelzüge verabschieden sich. Hier ist ein öffentliches Interesse tangiert, denn Stadtbild und der freie Blick ist Allgemeingut.

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Zwei Bautypen im Vergleich

Liegend oder stehend – das macht den Unterschied der Projekte im Koch-Areal: Der stehende Block (das Hochhaus) hat alles an einem vertikalen Erschliessungskern mit den Liftbatterien und Treppen. Sofort entsteht die zu grosse Zahl an nur einem Eingang im Erdgeschoss. Die Anonymität ist schon da, die Isolation von der Umgebung absolut. Eine Vorzone auf Mutter Erde erübrigt sich.

Ganz anders beim liegenden Block. Es gibt mehrere Treppenhäuser mit weniger Bewohnern und eine grössere Nähe zur Umgebung im Erdgeschoss. Innen und Aussen ist verwoben, die Umgebung erreichbar. Zudem verbindet eine Terrassenetage die Treppenhäuser im 1. Stock und bildet eine halböffentliche Zone die dann in einen kleinen Park mit Baumbestand übergeht.

Freundlicher kommunizierender Wohnblock oder isolierter Wohnsilo?
Ein Beitrag oder ein Schaden für die Stadt?

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Grosse Zahl und grosse Höhe

G r o s s e Z a h l + G r o s s e H ö h e 

Grosse Höhe ist ohne die grosse Zahl nicht zu haben. Das liegt am Stapelvorgang entlang der Liftbatterie. Die Entwurzelung von der Umgebung und der Nachbarschaft ist mit dem letzten Posting schon «eingekauft», denn das Wohnhochhaus produziert dieses Defizit zwangsläufig. Und noch andere dazu: Das Auftürmen und Liftfahren schliesst die Heranwachsenden aus. Im zarten Alter muss sich das Wohnen zum Aussenraum und dem Spielplatz schwellenlos fortsetzen. Ein par wenige Treppenläufe können das sein; mit 3-4 Etagen hat es dann definitiv sein Ende. Das Hochhaus ist für Familien nicht geeignet. Umso mehr erstaunt es, dass die Stadt Zürich in ihrem Norden an der Thurgauerstrasse Wohnbaugenossenschaften mit einer Folge von 5 Hochhäusern «beglücken» will. Das Referendum ist ergriffen worden – die Vernunft hat noch eine Chance – die Abstimmung ist auf Ende November datiert.

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Die zu grosse Zahl

Wenn sich «zuerivitruv» zu Beginn des 21. Jahrhunderts in Zürich umschaut, fällt ihm der Verlust des menschlichen Massstabs auf. Die zu grosse Zahl – ob horizontal oder vertikal – macht all die neuen Projekte so unmenschlich.

Der ledergerbersche Paukenschlag mit den Hochhausgebieten von 2001 hat den Weg in die falsche Richtung geöffnet. Ohne der zu grossen Zahl sind Hochhäuser gar nicht möglich. Die Einführung des Hochhauses hat nicht nur die Stapelung der Bewohner in die Höhe gebracht, sondern auch die Entwurzelung von der Nachbarschaft und dem Quartier.

Vielleicht dachte man, es würden nur Bürotürme gebaut, doch es sind vorwiegend Wohnsilos gekommen.

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21.Jahrhundert

Im letzten Posting sahen wir Stadtgrün und Gebäude im Gleichschritt. Das war zwischen den Weltkriegen. Hier ein Bild das die verarmte neue Hochhauszone von Zürich West zeigt. Oben links googeln wir auf die zu 100% betonierte Umgebung des Mobimo-Towers hinunter. Darum sehen wir das Hochhaus nur als Strunk. Darunter das weite Feld der Betonplatten und rechts das Hochhaus selbst.

Es ist im 21. Jahrhundert brutal vereinfacht geworden: Keine Stadtgestaltung, nur privater Beton. Die Zinstürme boomen – die Stadt verarmt. Die Klimaerwärmung feiert Triumphe. Da ist wohl etwas falsch gelaufen.

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Wir danken für alles was Grösse hat

Schauen wir uns im Sihlfeld um, dem Quartier, das zwischen den Weltkriegen entstand. Wie im Bild aus Frankreich zuvor entsteht Grosses zusammen mit Bäumen. Der dänische Architekten Jan Gehl sieht den Baum als Verbindung der Erde mit dem Himmel. Heute interessant ist, dass Tiefwurzler mit grosser Krone natürliche Apparate sind, die durch Verdunstung kühlen. 

Der Erismannhof links, die Hohlstrasse mitte und der Bahngraben rechts zeigen die Strukturierung mit der grossen grünen Kelle. Man möchte wissen, wer diese Planung veranlasst hat. Da haben wir im Westen etwas gefunden, worauf wir stolz sein können. Das ist Städtebau!

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Was soll jetzt geplant werden? That ist the question!

In der NZZ vom 27. Juli 2020 titelte ein Einsender seinen Leserbrief «Paradigmenwechsel im Zürcher Städtebau». Stadtklimatische und stadtgestalterische Anforderungen seien der Massstab für die nähere Zukunft. Mutet es da nicht antiquiert an, wenn das Amt für Städtebau sich seit mehr als einem Jahr mit der Revision der Hochhausrichtlinien herumschlägt? Man bekommt den Eindruck, dass hier mit viel Aufwand an der falschen Front geforscht wird. Das Hochhaus – speziell für Wohnzwecke – ist aus der Zeit gefallen. Soziales, Energie, Stadtklima (Durchlüftung und Aufheizung der nicht beschatteten Volumen), und das Stadtbild im Zusammenhang mit der Landschaft sprechen dagegen.

Statt an der Fixierung aufs Hochhaus festzuhalten, wäre es klüger, die Ressourcen in einen Städtebau unter den oben genannten Kriterien zu investieren. Auch in politischer Hinsicht könnte der Stadtrat von Zürich punkten, denn es formiert sich Widerstand gegen den undifferenzierten und unbegründeten Hochhauswahn. Unzufriedene aus allen Ecken der Stadt haben eine «Allianz für eine lebenswerte Stadtentwicklung» gegründet (www.allianz-z.ch). 

Zum Schluss dieses Postings ein Ausblick in eine heitere Zukunft aus dem Land des «savoir vivre». Die Allee prägt einen Stadtteil von Toulouse, die Bäume wurzeln tief in der Erde, kühlen durch Verdunstung und, was immer vergessen geht, sie beschatten im Sommerhalbjahr die Fassaden.

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Zürcher Horizont – abhimmeln im grossen Stil

«zuerivitruv» leidet noch immer am pauschalen Volksentscheid, der völlig ausser acht lässt, was auf die Stadt Zürich zukommt, sollten die Monstertürme je gebaut werden. Alle würden erschrecken. Im Lugano der siebziger Jahre wuchs ein Spekulationsturm empor. Als alle erschraken und die Baustelle wurde gestoppt. «Happy Rancho» hiess das Projekt. Es ist schon so, dass die Leute sich fast nichts im Voraus vorstellen können. Soll «zuerivitruv» seine Warnung etwa deshalb zurückziehen und die Leute hineinlaufen lassen?

Die Zeichnung zeigt die Aufstockung der 80 Meter hohen Vulcano-Türme im elektronischen Stadtmodell auf die 137 Meter der Ensemble-Türme. Wie Sie sehen, musste der Himmel zwei Mal angepasst werden.

Hat unser Amt für Städtebau je an den realisierten Zustand gedacht?

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