Zürich in den Banlieue – Club aufnehmen?

Voraussetzung dazu wäre ein Ja zum Gestaltungsplan Thurgauerstrasse. Dann bekämen wir ein wettbewerbsfähiges Objekt für grossstädtischen und grossflächigen Misserfolg. Sehen sie die Bilder. Diese Städte haben im letzten Jahrhundert alle noch eine berüchtigte Banlieue gebaut. Wollen wir dem Kitzel des Abgründigen und Gefährlichen nicht besser doch eine Absage erteilen und beim Gestaltungsplan NEIN stimmen? Damit öffnen wir den Weg für zeitgemässen Städtebau in Zürich Nord: menschlicher Massstab und stark durchgrünt. 

Bilder: Salford UK, Paris Courneuve, Lille, Astana

@hellozurich.ch
#kreis5zuerich
#kreis5
#hochhauszuerich
#stadtzürich
#zueritipp
#nextzürich

Hors – Sol

Was für Gemüse und Früchte geht – warum soll es nicht auch beim Menschen funktionieren? Der Kleine muss sich ja nicht immer im Sandkasten oder am Bach schmutzig machen, ewig herumrennen, klettern und sich mit Kollegen herumbalgen. Er kann doch einmal Ruhe geben und sich der Spielkonsole widmen oder auf Facebook gehen oder sogar ins Darknet. Alles auf dem sauberen Parkett. Und wenn der Kleine dann immer dicker wird, ist das ja auch nicht so schlimm.

Da es ja so lange geht, mit dem Lift zur realen Welt am Boden zu gelangen und wieder hinauf, könnte die Versorgung mit Nährlösung über ein Piping-System eine Lösung sein. Noch ist keine Idee für die Sozialisierung der Kinder (mit Kollegen spielen) im oberen Sektor B der fünf Wohnsilos an der Thurgauerstrasse in Sicht.

Entweder spielte das im abstrakten Stadium bei der Erschaffung des Gestaltungsplans noch keine Rolle, oder die von der Realität des Daseins bereits abgehobene Wettbewerbsjury fokussierte schon 2015 auf futuristische Lebensformen.

Wir Zürcherinnen und Zürcher wurden nie gefragt, ob wir so leben wollen, doch können wir jetzt dank dem Referendum, das tapfere Leute zustande brachten, NEIN zum unseligen «Gestaltungsplan Thurgauerstrasse» sagen.

@hellozurich.ch
#kreis5zuerich
#kreis5
#hochhauszuerich
#stadtzürich
#zueritipp
#nextzürich

Haus und Baum

Wollen wir wieder einmal schöne Bilder sehen, und den blutigen Ernst, die Abstimmung gegen den untauglichen «Gestaltungsplan Thurgauerstrasse» zu gewinnen, ein wenig unterbrechen? 

Wir gehen nicht zur Traumvilla über, sondern bleiben auf dem Boden von Zürich, wo gegenwärtig Dichte angesagt ist. Die steinige urbane Maximaldichte, wie sie immer noch von unseren Ämtern gepuscht wird, ist aus Klimagründen nicht mehr aktuell. Es braucht die Durchgünung mit grossen und tief wurzelnden Bäumen. 

Das gibt es schon. Z.B. die bekannte Siedlung «Hohenbühl» zwischen Kreuzplatz und Rämistrasse gelegen. Es ist eine «Siedlung im innenstädtischen Wald», Anfang der Fünfzigerjahre erbaut. Haus und Baum in Symbiose. Das kann das «steinige» Hochhaus nicht bieten: Diese «Zementhaufen» übersteigen den Schatten der Bäume und werden zu «Heizkörpern» in der Stadt.

@hellozurich.ch
#kreis5zuerich
#kreis5
#hochhauszuerich
#stadtzürich
#zueritipp
#nextzürich

Warum macht «zuerivitruv» einen Ausflug zu den Maschinen?

Wir müssen nicht nur über Verdichtung im Bauwesen sprechen, wie es jetzt alle tun, sondern auch über das erträgliche Mass der Verdichtung. Das mittlere Manhattan, wo vorwiegend gewohnt wird, hat in seinem Herz einen Park von etwa einem auf fünf Kilometer: den Central Park. Das kann viel bauliche Dichte ausgleichen.

Wie beim Automotor gibt es in der Stadt eine gesunde und eine gefährliche Verdichtung. Die bisherigen Postings haben die zeitgemässen Anliegen erwähnt: Die genügende Dichte, die weitere Zersiedlung in der Landschaft auffängt; eine starke Durchgrünung der neuen Quartiere, die Hitzeinseln entgegenwirkt; Familienwohnen im engen Kontakt mit der Umgebung, was das Hochhaus ausschliesst.

«zuerivitruv» weiss, dass eine bauliche Dichte von 1.7 wie sie die bekannte Siedlung Selnau aufweist, noch erträglich ist. «zuerivitruv» weiss aber auch, dass eine Dichte von 2.7, wie an der Thurgauerstrasse vorgeschlagen, «Sardine» und Entfremdung vom Wohnumfeld bedeutet und kein gutes Leben mehr zulässt. Um aufs Auto zurückzukommen: Man kann damit zwar Rennen fahren, hat aber keinen treuen und zuverlässigen Begleiter für Leben.

@hellozurich.ch
#kreis5zuerich
#kreis5
#hochhauszuerich
#stadtzürich
#zueritipp
#nextzürich

Nein zur Thurgauerstrasse – Nein zur Kasernierung

Die Kasernierung von Familien mit ihren Kindern in der anonymen Grossform ist bisher nie und nirgends ein Erfolg gewesen. Ein Gemeinwesen produziert schädliches Stadtgewebe, wenn es meint, dies tun zu müssen. Warum Zürich zunehmend in diese Sackgasse gerät, ist bei wenigen Technokraten im Hochbauamt, der Liegenschaftenverwaltung und einer Minderheit von wenigen Architekten zu suchen. 

Wollen wir dem «warum» nachspüren und eine Erklärung suchen? Nein, denn es eilt und wir müssen alle Kräfte, Freunde und Bekannte aufbieten um den nächsten Fehler zu verhindern: Die Kasernierung von 2000 Bewohnern in einem gigantischen Riegel mit 5 Hochhäusern an der Thurgauerstrasse. 

Am 29. November: NEIN zu Gestaltungsplan Thurgauerstrasse. 
«zuerivitruv» dankt Dir / Ihnen.

@hellozurich.ch
#kreis5zuerich
#kreis5
#hochhauszuerich
#stadtzürich
#zueritipp
#nextzürich

Mit den Kindern im Hochregallager

Weil Genossenschaften vor allem Familien behausen, ist deren ablehnende Haltung gegenüber Hochhäusern ernst zu nehmen. Zwischen Innen und Aussen legt sich Distanz, Zeit und die Unmöglichkeit ein Kind zu beaufsichtigen. In New York wurde nach dem Misserfolg mit Familienwohnungen in den Hochhäusern «Bronxdale» um 1970 der Rettungsversuch unternommen, die weit unten spielenden Kinder mit TV-Kameras zu überwachen und sogar mit Lautsprechern zu dirigieren.

Es ist wegen der Liftbarriere «natürlich», möglichst im Hochregallager oben zu bleiben. Für das Leben der Familie und das Aufwachsen der Kinder hat das verheerende Folgen. Am Wochenende bleibt für alle zusammen nur «raus mit dem Auto»; in den Ferien «ab nach Kloten». Es gibt kein befriedigendes zuhause sein, denn das Hochhaus erlaubt die innige Verbindung zum Umfeld nicht. Das Kind draussen spielen lassen und selbst drinnen bleiben ist im Hochhaus nicht möglich; auch nicht das spontane hinaus und wieder zurück in die Wohnung.

Warum fördert unsere Stadt immer noch Silowohnen für Familien? Warum werden ein halbes Jahrhundert alte und weltweite Erfahrungen* mit den verunglückten Hochhausprojekten in den Wind geschlagen?
NEIN zu den fünf Wohnsilos an der Thurgauerstrasse! Den Kindern zu liebe.

*Z.B. Oscar Newman: «Defensible Space» 1972, The Macmillan Company, New York

@hellozurich.ch
#kreis5zuerich
#kreis5
#hochhauszuerich
#stadtzürich
#zueritipp
#nextzürich

Wir wollen spielen!

Sagen die Kinder. Und der Papa antwortet:
Erstens: kann ich Euch nicht allein im Lift hinunterlassen.
Zweitens: habe ich jetzt keine Zeit mitzukommen.
Drittens: sind wir im 18. Stock!

Zwischen dem 4. und dem 18. Stock haben alle Familien das gleiche Problem.
Wir alle sind hier eingeschlossen, weil wir keine bessere Wohnung gefunden haben. Warum hat die Stadt keine bessere Siedlung gemacht?

Viertens: Wir suchen jetzt eine Wohnung zwischen Parterre und dem 3. Stock.

@hellozurich.ch
#kreis5zuerich
#kreis5
#hochhauszuerich
#stadtzürich
#zueritipp
#nextzürich

Gestaltungsplan Thurgauerstrasse – Keine weitere Versteinerung der Stadt!

Oberes Bild: 
Alles ragt weit über die Baumhöhe, keine Beschattung der Fassaden. So bereits gebaut an der Hohlstrasse neben den Bahngeleisen. Eine «bessere» Hitzeinsel ist wohl kaum denkbar.

Unteres Bild: 
Am Katzenbach plant Architekt Bob Gysin diese locker im Grün und in den Bäumen aufgehende Siedlung. Das entspricht dem Charakter des Glatttals.

Deshalb: 
NEIN zur Versteinerung an der Thurgauerstrasse.

@hellozurich.ch
#kreis5zuerich
#kreis5
#hochhauszuerich
#stadtzürich
#zueritipp
#nextzürich