La Clim

Der Schlauch zeigt, was jeder zur Kühlung seiner privaten Räume sofort kaufen kann. Das ist ein staubsaugerähnliches Gebilde mit Rüssel durchs Fenster. Gleichzeitig ist es eine klimatische Kurzschlusshandlung. Sie lesen im Bild den Auszug eines Klimatextes aus der heutigen NZZ, der sagt, dass wer kühlt durch Erwärmung der Aussenluft dann alle zwingt, noch mehr zu kühlen. Das widerspricht Immanuel Kants grossem Wort «Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein Gesetz werde». Dem Menschen scheint mit der selbstgemachten Erwärmung des Globus ein neues Rätsel vor die Nase gesetzt worden zu sein. Der Klimagalopp und die damit verbundene Klimakeule auf unsere schöne Zivilisation macht es etwas schwer, hier Heiteres zu schreiben. In diesem Posting geht es um die Klimaanlage; französich «La Clim».

Braucht der Städtebau und die Architektur eine kleine Revolution, wie es gerade die westschweizer Tageszeitung Le Temps fragt? Darin wird Peter Braun als «ingénieur équilibriste» erwähnt, der geeignete Gebäude den technischen Massnahmen, die Energie verbrauchen, vorzieht. Das können Vordächer (Brise Soleils), Storen und nicht zu grosse Fenster sein. Hilfreich ist ein Hof mit Bäumen und Brunnen. Damit sind wir bereits in dem uns bekannten Feld des Stadtgewebes, das zu bearbeiten mehr bringt als es dies im Fall von freistehenden Hochhäusern tut, die über den Alleebäumen in der Hitze braten.

Aus Persien kommt die uralte Idee des «tour à vent» der Kühle vom Keller in die Höhe des Gebäudes zieht. Soweit in diesem Posting wird klar: Es braucht neues Denken in der Architektur der Gebäude, wie auch in der Stadt als Ganzes.


Für das Gebäude: Z.B. Vorrichtungen für Beschattung und gute Ventilierbarkeit. 

Für die Stadt: Z.B. Fallwinde aus den Hanglagen beachten und aus der Stadtsilhouette herausragende Strömungshindernisse vermeiden.

Ein Kommentar zu “La Clim”

  1. … Vorrichtungen zur Beschattung der Wohngegenden und Wohnhäuser – sehr gut, genau das hatte das CH-Parlament begriffen und im Bundesbudget zusätzliche Gelder dafür vorgesehen. Doch jetzt hat der „Umweltminister“ BR Rösti (SVP) genau diese zusätzlich notwendigen Gelder wieder gestrichen. Der Bund muss ja überall sparen, um all die zusätzlichen Kosten für die Jagdbomber (und spez. Pilotenhelme) und Luftabwehrsysteme kaufen zu können. Dies, obwohl in der „Bedrohungslage“ von Herrn BR Pfister nichts steht von Klimaerwärmung, Überhitzung und Waldbrandgefahren.

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