Die Hochhäusler von Zürich

Stadtrat André Odermatt ist nach den Wahlen zurückgetreten, doch nicht ohne dem neuen Stadtrat noch ein Kuckucksei in die frische Legislatur zu legen. Sein Nachfolger Tobias Langenegger wird keine Freude haben, denn ein Kuckucksei ist ein Ei, das ein Kuckuck ins Nest eines anderen legt. Im Ei findet sich Odermatts Originalversion der Hochhausrichtlinien mit Quadratkilometern  von neuen Hochhauszonen (orange im Bild). Damit will Odermatt die Fortsetzung seiner schon lange fragwürdig gewordenen Hochhauspolitik dem neuen Stadtrat und der Verwaltung aufzwingen. Uns ist längst bekannt, dass es qualitativ bessere Möglichkeiten für die Verdichtung gibt als das Hochhaus. Für die Nachfolgenden stellt sich – noch in der Formierung begriffen – viel zu früh bereits eine Vitalitätsfrage. Das ist allein schon unfair. Dazu kommt noch der Angriff auf das gereifte Resultat jahrelanger Arbeit der gemeinderätlichen Kommission und des Mehrheitsbeschlusses im Gemeinderat von 25. Februar 2026.

Das ist gefährlich, weil die von den «Hochhäuslern» bereits weitverbreitete irrige Meinung, dass es für Verdichtung das Hochhaus brauche, kurzfristig nur schwer zu begegnen ist. Das weiss natürlich Odermatt und hat Chancen zu gewinnen. Die städtebaulich versierte Leserschaft von «zuerivitruv» wird seine Vorlage natürlich ablehnen. Die Abstimmungscouverts kommen gegen Ende August. Sie sehen: es geht nicht ohne Ihre Hilfe; persönlich und in Ihrem Bekanntenkreis.

Die am 25. Februar unterlegenen FDP und GLP haben das Behördenreferendum ergriffen, damit der Mehrheitsentscheid des Gemeinderats ebenfalls zur Abstimmung kommt. Dazu brauchte es keinerlei Aufwand – eine Unterschriftensammlung erübrigte sich.

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