Es gibt kaum eine bessere Art in den Aussenquartieren von Zürich zu bauen als es mit der Siedlung Wolfswinkel in Affoltern/Zürich getan wurde. Die Genossenschaft ABZ ist Bauherrin; die Architekten sind Egli Rohr aus Baden. Sieben Schmetterlinge flattern der Länge nach über die Parzelle. Quer kann man sie über einen Geländesprung durchschreiten und längs durch Ihre Taillen. Das ermöglicht, vor allem für Kinder, interessante Bewegungsmuster und eine Vielzahl von Spielzonen. Mit einem dreieckigen Treppenhaus in jedem Schmetterlingsflügel überrascht auch das Innere. Naturlicht kommt von oben und gelangt an den Geländern vorbei bis nach unten.
Diese Siedlung ist ein perfektes Muster für die kinderreichen Quartiere der Peripherie von Zürich. Eine grösseren Wohnqualität ist kaum mehr vorstellbar.
Genau in diesen Familienquartieren schlagen die für solche Qualitäten blinden Parteien FDP, GLP und Mitte die schon oft erwähnten quadratkilometergrossen Hochhausquartiere vor. Wo ideale Wohnformen für Familien und ihre Kinder spriessen, soll bodenfernes Silowohnen erzwungen werden. Dieser spekulativ motivierten Hartherzigkeit, die sich gegen das Wohlergehen der Bevölkerung wendet, muss eine Absage erteilt werden: Durch ein Ja zur Vorlage Gemeinderat.
Auch dann bleiben diese Quartiere gefährdet, denn der inzwischen ausgeschiedene Stadtrat Odermatt hat in seiner letzten Sitzung durchgesetzt – gegen die mehrjährige Arbeit des Parlaments – aus Rache seine ursprüngliche Variante voll von Hochhauszonen in der Peripherie aus der Schublade zu holen und ebenfalls zur Abstimmung zu bringen. Diese Vorlage Stadtrat verdient ein klares Nein. Bei der Stichfrage ist die Vorlage Gemeinderat anzukreuzen.