Hervorragender Zürcher Siedlungsbau

Weil das Wohnquartier Affoltern auf dem abgelegenen Nordwestzipfel der Stadt liegt, geht unter, dass sich hier hervorragender Siedlungsbau aus jüngerer Zeit ereignet hat. Nach «Schmetterling» und «Klee» der letzten Postings kommt hier eine dritte Siedlung zu Wort & Bild. 2012 ist die erstaunlich wohnliche und vor Leben sprühende «Wohnsiedlung Affoltern» fertiggestellt worden. Bauherrin ist die Baugenossenschaft Frohheim und die Architekten sind Müller Sigrist und EM2N. Dass es zum Gesamtkunstwerk aus Leben, Gebäuden und Farbe gekommen ist, dazu trägt der Farbgestalter Jörg Niederberger bei. 

«zuerivitruv» war gestern dort und beobachtete eine Stunde – begeistert kehrt er zurück und meldet: «Zürich hat im Nordwesten vorbildliche Wohnsiedlungen». Höchste Zeit, dass sie im Abstimmungskampf, mit dem diesem und anderen Aussenquartieren die Verhochhäuselung droht, in den Fokus genommen werden. Engagierte Bauherren und Architekten können ausgezeichnete Bedingungen für Familien und Kinder der nächsten Generationen schaffen. Dafür steht der Vorschlag des Gemeinderats auf dem Abstimmungszettel. Sollte er keine Mehrheit finden, droht diesen ausgezeichneten Lebensräumen das anonyme, lebensfeindliche Silodasein in Hochhäusern.

Was Siedlungsbau kann, wird hier gezeigt: Identität und Heimat stiften und Raumgeborgenheit in der Siedlungsstruktur. Der Schlüssel zu allem: Siedlungskonzepte fangen unten an – sie entwickeln sich vom Boden her. Englisch: «common ground».

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