Tant d‘arbres !

«zuerivitruv» ist vorgeprellt und entschuldigt sich. Mit der Auslotung der Grenzhöhe zum abgehobenen kinderfeindlichen Wohnen sind wir schon zur Soziologie des Wohnens vorgedrungen.

Werfen wir nochmals das Steuer herum zugunsten von Stadtgrün und Klima: Als Haussmann und sein Landschaftsarchitekt Alphand mit der Neuerschaffung von Paris schon fast fertig waren, befragten sie quasi zur Erfolgskontrolle Bewohner aus der Provinz. «Jamais je n’ai vue tant d’arbres!» war eine der Aussagen. Gegen die mögliche Monotonie der vielen Neubauten und für das Klima war die massenweise Pflanzung der Grossbäume gedacht. Dass diese Assemblage mit flirrenden Blättern und Schatten auf den Fassaden der französischen Raffinesse entspricht, mag Zufall sein.

– f l i r r r r r –

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Grenzen spüren

Wir lesen schon das 5. Posting zum angesagten Paradigmenwechsel (= klüger werden in Zürich) im neuen Jahr 2021. Grün – Grossbaum – Stadtklima treibt uns an. Loten wir doch in Bezug auf ein gutes Leben mit diesem Bild einmal die Grenzen der Höhe aus.

Zählen wir mit Mitgefühl einmal die Etagen der interessant gestalteten Bauten: Zwischen 4 und 6 verlieren wir die Bodenhaftung, den Bodenkontakt. Können wir uns darüber noch vorstellen, ein Kind aufzuziehen. Kinder müssen selbständig zwischen innen und aussen zirkulieren und anderen herumtollen können, wenn sie nicht später Nachteile bekommen sollen; motorisch & sozial.

Bild: Geistlich-Areal, Schlieren

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Verdichtung mit Grossbaum

Wir befinden uns immer noch auf dem Pfad der durchgrünten Verdichtung. Hier stand eine kleine Villa mit ihrem zürichtypisch kleinen Umschwung. Die Verdichtung mit dem neuen Mehrfamilienhaus ist X-fach, doch der Bezug der Bewohner zur Umgebung ist nicht abgerissen und der tiefwurzelnde Grossbaum wurde am Leben gelassen.

Sehr schön sichtbar: 
Die europäische Qualität mit den grossen Laubbäumen, die im Sommer Schatten spenden und im Winter die Sonne durchlassen.

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Klimaanlage

Wir befinden uns im 3. Posting zum Thema des notwendigen «Paradigmenwechsels im Städtebau». Stadtgrün und den menschlichen Massstab haben wir im «Palazziviertel von Unterstrass zuvor bereits kennen gelernt. Doch wie funktioniert es klimatisch?

Das Bild zeigt die Grossbäume als Tiefwurzler, die Erdfreuchte in der Strasse verdunsten. Aus der Physik wissen wir, dass Verdunstung kühlt. Diese Klimaanlage durch die Bäume hat auch etwas Tröstliches: Es gibt noch echtes Erdreich in der Stadt; es ist nicht alles unterbetoniert.

Das ist der sanfte klimagerechte Städtebau ab jetzt! Machen Sie mit, lehnen sie die Zementburgen ab, die weit über dem Schatten der Bäume Wärme einfangen und zudem noch die Menschen absondern und in die Höhe stapeln.

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Die starke Durchgrünung

Nehmen wir aus dem Strauss des letzten Posting erst einmal die starke Durchgrünung. «zuerivitruv» ist ein sehr spezieller Artikel der NZZ in die Hände geraten: «Vögel machen so glücklich wie eine Lohnerhöhung» vom 5. Januar dieses Jahres. Das wohltuende Vogelgezwitscher bedingt einen reichen Baumbestand und ist Zeichen der Durchgrünung des Stadtteils.

Solche Quartiere gibt es schon: das «Palazziquartier» mit behäbigen Mietshäusern in Zürich-Unterstrass; dicht wegen dem alten kleinen Grenzabstand: 2 x 3,5 Metern. Um 1915 wurden gut überlegt hoch aufschiessende Bäume, wie Tannen oder Thujas, aber auch Birken nahe der Baulinie entlang der Strasse in die engen Grenzabstände gepflanzt. Im Bild das heutige Resultat.

Diese durchgrünte Dichte lässt sich auch heute machen. Da haben wir also schon Fuss gefasst.

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Mehr Städtebau weniger Silowohnen

In diesem Jahr 2021 müsste der Städtebau in Zürich endlich mehr Gewicht bekommen. Das denkt und hofft «zuerivitruv». 

Die ganze Stadt unter den neuen Paradigmen neu überdenken: Klima meint starke Durchgrünung, Familienwohnen meint intensiven und anregenden Kontakt mit dem Wohnumfeld – schöne lebenswerte Wohnquartiere statt panikartige Schnellschüsse mit Wohnsilos. Und automatisch bleibt das Stadtbild – unser Allgemeingut – intakt.

Wer hilft, das neue Konzept auf die Beine zu stellen?: Die Bevölkerung, die Politik, die Architekten, das Amt für Städtebau? 

Let’s start !!! All together now.

Bild: hellozurich

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Wir sind nicht allein

Die Panikartige Verdichtung mit technokratischen Planungen unserer Behörden, die den menschlichen Massstab vergessen lassen, stösst gleich an mehreren Orten auf Widerstand: u.a. Zürich West, Hochschulquartier, Friesenberg, Tiefenbrunnen, Höngg und anderen.

Es schimmert durch, dass in der grossen Hast die städtebaulichen Qualitätskriterien fehlen. Wir erwarten aber schöne Bauten und Quartiere – positive Bausteine der Stadt.

• Allianz lebenswerte Stadtentwicklung
www.allianz-z.ch

• Weite Dichte Identität 
http://weite-dichte.ch/

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Erfolg im Stadtbild

Nach der Winterrose zum neuen Jahr im letzten Posting, wollen wir gleich mit dem Stadtbild beginnen. Im Gletschertal sich befindend, weist Zürich Hanglagen auf, die aus dem Boden der Stadt aufsteigen. Sie sind immer noch von Wäldern bekrönt, was den aufmerksamen ausländischen Besuch stets zu Komplimenten veranlasst. Darauf können wir schon einmal stolz sein. Zudem sind die oberen Lagen der Hänge durch spezielle Bauzonen mit Grünanteil und Baulängenbeschränkung gesichert. «Kuben im Grün» trotz Verdichtung ist die Idee für diese Lagen.

2014 kam der Grossangriff auf den Hangfuss des Zürichbergs: Mit 600 Meter langen Gebäudefluchten von 50 Metern Höhe sollte das Hochschulgebiet erweitert werden. Erstaunlicherweise wurden die kantonalen Behörden von der Stadt Zürich darin unterstützt! Kurz & gut: Dem «Verein Zukunft Hochschulquartier Zürich» ist es gelungen, über einen Rekurs eine Vereinbarung zu erreichen, die festhält, die Gebäude in den Hang hineinzustufen und die Gebäudehöhen wesentlich herabzusetzen. Das Hochschulgebiet kann erweitert werden und das Stadtbild erfährt keine Zerstörung. Das Bild zeigt die Veränderung: oben die Vereinbarung von 2019 unten das Konzept aus dem Jahr 2014.

Moral der Geschicht’: Nie unbesehen ja sagen, wenn es um das Allgemeingut unseres Stadtbildes geht!

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