Die schönste Tramstation der Welt

Nach der Sprengung von untauglichen Wohnhochhäusern im letzten Posting, hier nun etwas Erfreuliches: 

Der Flughafen Zürich (1953) – damals noch «Kloten» genannt – trug mit Stolz die Auszeichnung «friendliest Airport of the World». Wie bei der Tramstation Bellevue (1938) gelang es Fortschritt und Gestaltung zu vereinen. Das Thema war: «Mensch und Verkehr». Die zeitlich dazwischen liegende Landesausstellung demonstrierte ebenfalls die ausserordentliche Freundlichkeit der damaligen Architektur.

«Bellevue» ist die schönste Tramstation von Europa oder gar der Welt. Als «zuerivitruv» noch Kind war, verlangte er von seiner Mutter, dass, wenn überhaupt, am Bellevue umzusteigen sei.

Das Bild verdanken wir: gironmanuel auf Instagram

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Bereits 1983

Visionär wirkt heute dieses Plakat aus dem Jahr 1983. Alle wissen seither, dass Kinder im Hochhaus aufziehen asozial ist. Längst haben es auch Experten bestätigt, wie Remo Largo, der sagte: «sagen Sie mir einmal, wie man ein Kind im 24. Stock aufziehen soll». 
Einzig das Bauamt der Stadt Zürich erteilt Ausnahme um Ausnahme für Wohnhochhäuser und macht auf Vorrat Hochhausprojekte, die dann Genossenschaften gegen ihre eigene Überzeugung übernehmen sollen. So geschehen an der Thurgauerstrasse mit 5 Wohnsilos in Reihe. Die Bewohner sollen gestapelt werden, die Bauten in Linie aufgereiht.

Bild: Schweizerisches Sozialarchiv

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anonym

Eigentlich passen Hochhäuser und viel Verkehr zu ihren Füssen gut zusammen. Anonym zu anonym. Darum hält sich wertvolles Leben nach Möglichkeit davon fern. Die anonyme Wand und ihr Rauschen. Banlieue und Businessapartments mit Airconditioning sind die Begleiter der Arterien, ob Auto oder Bahn.

Wollen wir in Zürich versuchen, solche Konzepte zu verlassen und gutes Wohnen, das heisst, sorgfältig geplante Nachbarschaften zu realisieren? Wir haben den Boom und wir haben die Milliarden, die investiert werden wollen. Gefragt ist ein Steuermann!

Bild: New Yorker 

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12 – Gutes Wohnen im urbanen Flachbau

Die Jury des Architekturwettbewerbs kämpfte und es siegte ein beschauliches Streudorf, weil es sowohl die Wohnwünsche der Genossenschaft erfüllte, als auch die Beachtung der für die Innenstadt Zürich so wichtigen Fallwinde am Üetliberghang.

Jeweils 3 Häuser mit Wohnungen bilden eine Gruppe. Nach der Realisation einer modern-wuchtigen Blockrandbebauung (links im Bild) entschied sich die selbe Genossenschaft für gruppierte Kleinteiligkeit. Seit langem wurde in einer Jury doch wieder einmal über das Zusammenleben, über die Soziologie des Wohnens gestritten!

Es gibt einen Zusammenhang zwischen einer noch erträglichen Korngrösse der Bauten und deren Bewohnern. Wie wir schon früher lernen konnten, spielt der Bezug zur Umgebung eine Rolle und die Zahl der Bewohner, die auf eine Haustür kommen. Hors-Sol und Anonymität sind beim Wohnen nicht gefragt.

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Swiss Life türmt jetzt auch im Norden

Schon kommt das nächste Hochhaus daher: Die Swiss Life möchte Wohnungen jetzt auch an der Hagenholzstrasse in die Höhe türmen (siehe auch «Rüppel» im Posting vom 1. April 2021). Wie gesagt, den Grosskonzernen geht es nicht um sorgfältig geplante Nachbarschaft. Es wird eiskalt gestapelt wie in China, doch geht es hier in Zürich einzig um die Platzierung von möglichst viel Kapital und möglichst in einem Mal. Das ist klassisches «Placement» für Rendite, ohne an etwas anderes wie angenehmes Wohnen mit sorgfältig geplantem Bezug zur Umgebung zu denken. Die wartenden Milliarden, die Wohnungsnot und das willfährige Bauamt, das auf die Einforderung von städtebaulicher Qualität verzichtet, machen die brutale Einäugigkeit möglich. 

Das ist nicht «Ornamento alla Città», wie es Palladio in seinen Quattro Libri dell’ Architettura vorschwebte, sondern aktive Stadtzerstörung in Zürich Nord. Fatal ist es für die mustergültige Siedlung mit 13 Wohnhäusern, die «Mehr als Wohnen» nebenan im verdichteten Flachbau erstellt hat. Noch mehr wird es die geplante Wohnsiedlung «Leutschenbach» der Stadt Zürich treffen, denn im Süden des Hochhauses gelegen, wird sie in dessen Schatten stehen. «zuerivitruv» ist gespannt, wie der Ringkampf Stadt gegen Stadt ausgehen wird.

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Marktbild am Bürkliplatz

Seien wir, nicht nur jetzt zu Coronazeiten, sondern permanent glücklich, dass wir jeden Freitag die schöne Szene Marktszene erleben dürfen. Diesen öffentlichen Raum verdanken wir dem Umbau der Stadt Zürich zu Zeiten der Quaianlagen um 1885. 

Umso mehr müssen wir sehen, dass auch die Gegenwart stimmt und die technokratische, herzlose Planung mit der stadtzerstörerischen punktuellen Hyperverdichtung mit wahllos platzierten Hochhäusern ein Ende nimmt.

Stéphane Hessel, der französische Diplomat, Lyriker und Essayist sagte: «Empört Euch! Engagiert Euch!

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Linzer Bürgerschaft erwacht

«zuerivitruv» unterbricht die Reihe «gutes Wohnen im urbanen Flachbau» infolge von denkwürdigen Geschehnissen in der Stadt Linz, die auch für Zürich von grosser Aktualität sind. In Linz wächst die Unzufriedenheit der Bürgerschaft über eine Stadtplanung, die kaum deren Bedürfnissen entspricht. Die fehlende Ausrichtung der Planung an zukunftstauglichen Modellen zeigt sich besonders an der aktuellen Hochhauspolitik. Denn es entstehen derzeit Hochhäuser auf Wunsch von Immobilienkonzernen irgendwo und irgendwie. Ohne faire Diskussion und ohne Information, ohne Nutzen für die Stadt, ohne Vision und ohne städtebauliche Entscheidungsgrundlage. 

Zürich geht noch einen Schritt weiter als Linz, indem die grossen Akteure noch mit Ausnützungsboni beträchtlichen Ausmasses beschenkt werden. An der Heinrichtrasse sind zusätzliche 100% geplant! Der verantwortliche Stadtrat: André Odermatt, Vorsteher des Hochbaudepartements.

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