Kumulation in der Hitze

Hier an der Turbinenstrasse in Zürich-West kommt gerade alles zusammen: Die seit 2000 entstandenen Hochhäuser, sowohl in Turm- als auch in Scheibenform, fangen und akkumulieren die Hitze. Sie überragen kühlende Bäume, die es hier infolge der Tiefgaragen nicht einmal gibt. Das ist, auch ohne Gleisfeld, eine «ideale» Hitzeinsel. Alles Zement, in der Horizontalen und in der Vertikalen, ideal zur Wärmespeicherung.

«zuerivitruv» fragt: Wer findet, die Zürcher Baukultur sei noch zeitgemäss?

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Kühlende Fallwinde und Thermik

Scheint in der Stadt unten alles stillzustehen, tut sich, wie das Bild des fliegenden Jackets in Fluntern zeigt, etwas in den Hanglagen. Zusammen mit den bewaldeten Kuppen produzieren diese die im letzten Posting erwähnten kühlenden Fallwinde. In der Nacht generiert, ergiesst sich der Segen vom Üetli-, Zürich- und Käferberg in die Stadt hinunter. Wird es am Nachmittag am Zürichberg sehr heiss, kann es zur Thermik (aufsteigende Luft) kommen und das Jackett bewegt sich dann bergwärts.

Seit dem Jahr 2000 beschäftigt sich die Stadt Graz mit ihrem Stadtklima. Im Sommer ist die Luftzirkulation der wichtigste Aspekt. Hochhäuser, ob im Quer- oder Hochformat, sind Strömungshindernisse und damit Gift für den Luftaustausch.

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50°-Ferien à la Zurichoise

Das Gleisfeld – eine mögliche 50°C-Zone – ist die grösste Hitzeinsel von Zürich. Sie braucht dringend Ausgleich, denn die Luft flimmert nur noch. Die Bewohner des Pavés von Zürich, dort wo die Fallwinde der Hügelketten nicht mehr hinkommen, sehnen sich nach Linderung.

Was macht das Bauamt? Es konzentriert gerade dort, an den glühenden Rändern des Geleisfelds, höchste Wohnhäuser in grösstmöglicher Dichte. Sie sind so hoch, dass sie sich weit über einen kühlenden Baumhorizont der Sonne entgegenstrecken. Diese rege Bautätigkeit generiert mit ihrer laufenden Realisierung noch zusätzliche «Heizkörper». Das letzte Projekt «Letzi» der Stadt Zürich konzentriert hier sogar noch Wohnraum für kinderreiche Familien: früh übt sich, wer ein Meister werden will.

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Strategie im öffentlichen Raum

Bereits Ende der Siebzigerjahre fühlten sich die zentrumsnahen Quartiere wie Oberstrass zunehmend als Opfer des Durchgangsverkehrs. Strassenfeste wurden veranstaltet, der Gedanke an Verkehrsberuhigung spaltete die Bevölkerung und es wurden «Wohninseln» zwischen den Hauptstrassen vorgeschlagen. Das Bild erklärt den grossen Coup zur Widererlangung von Lebensraum im Zentrum von Oberstrass. Blau der Durchgangsverkehr auf der Kantonalen Hauptstrasse (Universitätsstrasse) und gelb die gekappten Quartierstrassen, welche dem neuen «Rigiplatz» zustreben und dort richtiggehend aufgefangen werden. 

Die Zahlen bezeichnen drei Ebenen, die sich den Hang hinaufstufen: Die Spielwiese mit Sitzstufen, der Quartierplatz mit Gartenrestaurant und der bestehende Park oberhalb der Hauptstrasse. Das ist die Antwort des emanzipierten Quartiers auf den Durchgangsverkehr. Durch die Öffnung der Schulwiese hat sich eine sehr belebte Zone entwickelt, die sich bis zum Schulhaus Scherr (S) und seinem Pausenplatz erstreckt. Ein Paradies für Eltern, die hier Kinder aufziehen.

Diese strategischen Gedanken für den Zentrumsbereich des Quartiers Oberstrass verdanken wir dem damaligen Stadtbaumeister Dölf Wasserfallen.

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Verbesserungen im öffentlichen Raum

Schon sehr früh, nämlich bereits um 1980, hat die Stadt Zürich beschlossen, einen neuen «Rigiplatz» zu bauen und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Mit Erstaunen nehmen wir wahr, dass unsere Stadt um die Jahrhundertwende an Kreuzungen, möglichst viele Strassen in einem Punkt zusammenführen wollte und dies dann «Platz» nannte. Am Rigiplatz waren es fünf Strassen: Statt Platz nur Verkehr.

Die zwei Strassen unterhalb der Universitäts-Strasse wurden gekappt und enden als reine Quartierstrassen im Platz, der sie mit offenen Armen aufnimmt. Seit der Eröffnung im Jahr 2005 gewinnt der Platz jährlich an Popularität. Solche Freiräume ausserhalb der Grundstücke sollte es in jedem Quartier geben. Hier handelt es sich um besonders geschickte Stadtplanung, weil sich die Hauptebene des Platzes mit dem Restaurant «Alter Löwen» verbindet und mit der Spielwiese, die Sitzstufen erhalten hat, nahtlos in das Umfeld des Scherr-Schulhauses übergeht. Ein Paradies im Herzen des Quartiers Oberstrass.

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Venustas und Tram

«zuerivitruv» begibt sich auf bisher unbesetztes Terrain: All’ die Fahrzeuge des öffentlichen Verkehrs gehören in unserer Zeit längst zum Stadtbild. Auf der Quaibrücke sogar noch mehr als die Gebäude. Sprechen wir einmal nur über das Züritram. Aufgewachsen sind wir mit dem zweiachsigen «Schüttelbecher», dann folgten die grösseren Einheiten mit Drehgestellen. Dann ein missglückter Versuch des Stadtrats, alle Vehikel orange zu färben. Jetzt sind wir mit «Cobra» und «Flexity» im Zeitalter der Tausendfüssler angelangt. 

Wir kennen die Cobra inn- und auswendig und schätzen die grössere Wagenbreite, erreicht durch die kurzen Cobra-Segmente. Der Durchblick ist stupend: in der Kurve sehen wir die Schlange erst von innen und in der Distanz durch deren Fenster von aussen. Die gute Stimmung verdankt sich dem sorgfältigen Design. Das Farbklima mit den rostroten Portalen gehört zum Besten im öffentlichen Verkehr. Dass die Sitzgruppen statt ins grosse Fenster zu schauen, die breite Stütze im Blick haben, ist ein Möblierungsfehler. Die etwas ungeschickte Farbteilung zwischen den beiden Zürcher Farben hat der Front der Wagen den Übernahmen «Mutter Theresa» eingebracht. Das neue «Flexity» müsste sich die kleine Auftürmung an den schmalen Enden in den nächsten Serien noch abgewöhnen, wenn es nicht einen Übernamen bekommen will. Die «Abfahrsignalisation» beidseits der Türen ist eine tolle Erfindung und die Sitze aus Holz sind bereits populär.

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Venustas im öffentlichen Verkehr

«zuerivitruv» setzt die Reihe über den öffentlichen Verkehr fort, denn ein weiteres bemerkenswertes Beispiel drängt sich auf. Nach der Eröffnung des S-Bahnhofs Stadelhofen im Jahr 1990 sagte ein Bekannter zu «zuerivitruv»: Wenn ich da einfahre, weiss ich, dass ich in einer weltläufigen Stadt ankomme, einer Stadt, die sich etwas Nobles und Spezielles geleistet hat. Wir profitieren täglich davon, wie am Bellevue und seinerzeit in Kloten. Bauten des öffentlichen Verkehrs können das Leben ganz wesentlich aufwerten und den Ruf einer Stadt festigen. Venustas (Schönheit) ist die dritte der Tugenden der Architektur, die Vitruv vor 2000 Jahren neben Firmitas (Festigkeit) und Utilitas (Nützlichkeit) definiert hat. Wie das Bild aus einer Kreditkartenreklame zeigt, hat der Architekt und Ingenieur Santiago Calatrava alle drei Tugenden in genialer Weise vereint.

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The friendliest Airport of the World

Wir bringen nochmals prominente freundliche Architektur der Schweiz. Die Landesausstellung 1939 wurde auch in der ausländischen Fachliteratur hoch gelobt und der Zürcher Flughafen – 1953 eröffnet – erhielt die im Titel aufgeführte internationale Auszeichnung. Die Anlage wurde räumlich so klar konzipiert, dass Flugreisende jederzeit sahen, wo sie sich hinbewegten. Die Flossen der Flugzeuge erschienen im gigantischen Panoramafenster. Man musste sich nur gehenlassen und war am Ziel. Sehen Sie im Bild rechts, wie sich das Restaurant von der grossen Halle aus mit Terrasse und Storen in Szene setzt. 

Oft, und vielleicht damals unbewusst, war der Mensch und sein Wesen das Ziel einer liebevollen Gestaltung. Versuchen Sie einmal die Perrons des unterirdischen Durchgangsbahnhofs im Zürcher Hauptbahnhof zu finden. Oder vergleiche Sie die Tramstation auf dem Bahnhofplatz mit der im letzten Posting dargestellten am Bellevue.

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