Rom

Vergessen wir nicht: Die gute europäische Stadt ist im urbanen Flachbau im engen Zusammenhang mit der Topographie gewachsen. Die sieben Hügel von Rom sind legendär. Sie führen innerhalb der Stadt immer wieder zu erstaunlichen Perspektiven. Die spanische Treppe ist ein grossartiges Beispiel. 

Den offenen Himmel gibt es nicht nur in Paris – er ist typisch für die europäische Stadt, bei der die Landschaft, in der sie eingebettet ist, stets sichtbar bleibt. Stadt und Topografie bilden ein Ganzes.

Der massgebende Kunst- und Architekturkritiker Peter Meyer (1894-1984) beschreibt die ikonische Lage Zürichs mit den Hügelzügen beidseits von See und Limmat. Damit kann die Stadt bestens im europäischen Konzert mitspielen. Heute fragt sich: Wer und wo sind die Kapitäne und wie gross ist ihr Geschick?

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Reklamation aus dem Norden

Der Norden von Zürich hat bei «zuerivitruv» reklamiert, fühlt sich vergessen und sagt: «Was in Leutschenbach an Hochhäusern schon vorhanden ist und noch entstehen soll, ist weder schön noch – gemütlich».

Der Blick streift über Zürich Nord. Was «zuerivitruv» schon lange befürchtet hat, ist hier eingetroffen: Die Kuben schliessen sich zusammen und die Landschaft, der Horizont ist getilgt und wir wissen nicht mehr, wo wir sind.

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Kluge Regeln bringen bessere Häuser hervor

Im Zeitalter der Globalisierung kennt jeder die von Antoni Gaudì entworfene Casa Milà und es scheint fast: je rigider die Städtebauregel, desto grösser die Gestaltungsvielfalt der Gebäude. Es ist das Gesetz «am Widerstand wachsen», oder simpler: wenn die grundsätzlichen Fragen der städtebaulichen Einbindung gelöst sind, lässt es sich dann umso unbeschwerter gestalten. Oder: Wer sich zuerst mangels guter Regeln im Umfeld mühsam integrieren muss, hat keine Energie mehr, zu gestalten. Dazu kommt noch, dass in der Regellosigkeit schon der Bestand an Gebäuden etwas chaotisch daherkommt, weil der Gemeinsinn fehlt.

Währenddem Barcelona, Rom und Paris zu den schönen Städten gehören, betreibt die Stadt Zürich in ihrem Westen Disruption mit einem chaotischen Stoppelfeld von wild eingestreuten Hochhäusern.

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L’état c’est vous

Im vorhergehenden Posting haben wir den flachen urbanen Teppich von Barcelona und eine der vielen Perlen darin erleben können. Seit Haussmann (1853) heisst die höhengeregelte Bauweise «Tapis de Paris». Muss es denn in unserer weitgehenden Demokratie sein, dass solch wichtige Parameter des Städtebaus nicht geregelt werden können? Das Stadtbild sollte doch unser Allgemeingut sein! 

Tatsächlich sind Bauhöhen im Zonenplan von Zürich geregelt. Doch gab es schon ab den Fünfzigerjahren Ausnahmen für bescheidene filigrane Hochhäuser. 1983 wurde durch Volksabstimmung ein Ausschlussgebiet für Hochhäuser in der Innenstadt erlassen. Auslöser war die Bewilligung wider Erwarten des umstrittenen Turms der Emserwerke am Schanzengraben.

Ohne das Volk je gefragt zu haben, erliess Stadtrat Elmar Ledergerber 2002 Hochhauszonen über Zürich West und Nord. Weil die Bewilligungskriterien nicht angewendet wurden, ist das unerfreuliche Stoppelfeld entstanden, das Zürich langsam aber sicher zur hässlichen Stadt (wie London) werden lässt.

Zürich verliert seinen offenen Himmel. Die Hügelzüge, welche die ikonische Lage der Stadt am See ausmachen, verschwinden aus dem Blickfeld. Wie Sie im Bild sehen, trägt eine neue Siedlung am Hönggerberg als Bekrönung politische Sprüche. Lassen Sie sich inspirieren und nehmen Sie mit der Politik Kontakt auf. Beginnen Sie in Ihrem Wohnquartier. 

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Von wegen grosser Baudichte

Gaudìs «Casa Milà» oben links im Baublock fällt durch Rundungen auf: Exaltiertes im strengen Raster der Stadt. Die Grossstadt Barcelona ist eine der dichtest bebauten Städte der westlichen Welt. Wie in Paris wird die Stadt im Grossen geregelt, im Kleinen (der Architektur) herrscht Freiheit. Freiheit, die auch auf die Nutzer ausstrahlt: sehen Sie das Leben auf den Flachdächern! Keine Kieswüsten, wie bei uns.

Der Möchtegern Zürich macht es umgekehrt und dilettiert trotz weit geringerer Baudichte mit einem Wildwuchs von unnötigen und unpassenden Hochhäusern. Bewohner und Nachbarn sind unglücklich und im Gleichschritt wird das Stadtbild zerstört. Es handelt sich in Zürich um die einseitige Rücksichtnahme seines Bauamtes auf die Interessen von Grossinvestoren, die nur an ganz grossen Brocken interessiert sind. «zuerivitruv» denkt, dass das Bauamt die Aufgabe hat, eben gerade diese Grossinvestitionen im Interesse der Stadt und ihrer Bewohner zu lenken. Herr Stadtrat Odermatt, wann beginnen wir?

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Wohnsiedlung Rotbuchstrasse: ein 1. Preis, der Freude macht

«zuerivitruv» ist glücklich: ein allseits erfreulicher 1. Architekturpreis ist bekanntgeworden. Wir haben in Zürich an der Rotbuchstrasse unterhalb des Schaffhauserplatzes jetzt ein Projekt, das Haus und Baum und Stadt in ein glückliches Gleichgewicht setzt. Wie in den Postings vom 12. / 14. / 15. Januar dargestellt, ist das die Form der klimagerechten Zukunft: Haus und Baum in ähnlicher Höhendimension machen eine Symbiose aus, die gleichzeitig auch die Soziologie des Wohnens, die Ökologie des Bauens, das Quartier und das Stadtbild bestens berücksichtigt.

Mit seiner urbanen Baum-Haus-Philosophie stellt das schöne und inspirierte Projekt die Kette der klimatischen Fehlleistungen Zürichs (Depot Hard, Hardturm, Thurgauerstrasse und Letzi) tatsächlich in den Schatten.

Architekten: EMI Zürich und Ganz Landschaftsarchitekten Zürich

Bild: zuerichbaut

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Baum-Polsterung bringt Komfort

Die grüne Partei Winterthur hat kürzlich dieses Bild präsentiert. In Zürich gibt es Gebäude, die in der Binz am steilen baumbestandenen Hang der ehemaligen Zürcher Lehmgruben stehen. Die Leute sagen, sie hätten innen 25°C, wenn aussen 32°C herrsche. Das bemerken sie mit Überraschung jeden Abend, wenn sie nach Hause gehen.

In der Eisenbahn gab es früher die unkomfortable Holzklasse. Heutzutage fahren wir alle gepolstert. So wünscht sich auch die Bewohnerschaft der Stadt Zürich eine kühlende klimatische Polsterung durch Bäume. Das ist nur möglich, wenn Grossbäume, die tief wurzeln, von den Häusern nicht überragt werden. Selbstredend schliesst das alle Hochhäuser aus. Diese Balance von Haus und Baum können wir in Toulouse, Nimes und Avignon sehen, aber auch in Zürich in der Bebauung «Hohenbühl» beim Kreuzpatz. Im Abschnitt der Hohlstrasse vor der Einmündung in den Bullingerplatz erleben wir die begehrten Grossbäume in Form einer schattenspendenden Allee. Doch keine Angst vor dem Winter: die Blätter fallen und machen der Sonne den Weg zu den Fassaden frei.

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In der Hitze braten ohne Sonnenschirm

Im Bild sehen Sie den Stadt/Land-Vergleich bei (sommerlichem) Sonnenschein. 
Fängt ein Baum die Sonne, macht er Schatten ohne sich dabei selbst zu erwärmen, denn er beginnt dann Feuchtigkeit zu verdunsten. Physik: zur Verdunstung wird Wärme verbraucht, was der Umgebung Kühlung bringt. Ein Haus kann das nicht, denn seine Fassade speichert die Wärme um sie dann in der Nacht, von der wir Abkühlung erwarten würden, wieder an uns (Menschen) zurückzugeben. Daraus entsteht die Trostlosigkeit, die wir «Affenhitze» nennen.

Wie Sie in der Bildmitte der Rechten Abbildung «Stadt» sehen, fangen Hochhäuser, welche die Bäume überragen, die Wärmeeinstrahlung ungeschützt. Das heisst: In der Hitze braten ohne Sonnenschirm. 

Bild: geopartner

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