«Glacier Valley» Urbaner Fachbau gepaart mit Landschaft

«zuerivitruv» kommt zurück zum Thema des Stadtbilds. Vergleichen Sie mit 4 Bildern zurück: die Stadt hat zugelegt, beginnt in die Hügel auszugreifen, hat Bauten von Stadtbedeutung erhalten und beisst sich in keiner Weise mit dem grossräumigen Glacier Valley.

Im europäischen Muster des urbanen Flachbaus ist es gelungen, ein Stadtgewebe mit vielen internen Freiflächen und Plätzen zu schaffen. Bauten erheben sich nicht über das Häusermeer. Stadt und Landschaft sind erfolgreich verwoben. Keine Destruktion, keine Übergriffe. Die Stadt hat die Konturen von Hügeln und dem Seeufer mit seinen Quaianlagen behalten und baut daran weiter. 

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«Glacier Valley» Wohnsiedlung Letzi NEIN!

«zuerivitruv» sieht sich gezwungen, die laufenden Stadtbildbetrachtungen für 1 Mal zu unterbrechen:

Jede Wohnbauvorlage ist gut! Jede? Wirklich? Auch die Vorlage «Letzi»?
«zuerivitruv» hat sich herumgehört und den Eindruck erhalten, dass sich viele unabhängig Denkende für ein Nein entschieden haben. Es ist diese Abfüllung in Wohnkolosse. Es ist der zu grosse Massstab, der stört – diese Hochdruckverdichtung in die Höhe, die den Bewohner den Kontakt mit dem Wohnumfeld nimmt.

In den 8-stöckigen Mäander teilen sich städtische Wohnungen und Wohnungen für kinderreiche Familien. Letztere sind auf Auslauf für Kinder in besonderem Mass angewiesen. Wie soll das bei 8 Etagen funktionieren? Man fragt sich, ob Eltern einst klagen können.

Nicht besser bei den Alterswohnungen, denn dort sind 24 Etagen vorgesehen. Eine Vereinzelung gen Himmel. 

Gegen 400 Meter ist das benachbarte Gleisfeld breit. Zusammen mit dem kolossalen Betonmäander und seinem Hochhaus würde es sich im Sommer aufheizen und den Luftaustausch in Zürich West behindern. An dieser Stelle bräuchte es zur Kompensation eine äusserst stark durchgrüntes Wohnquartier. 

Fr. 115 Millionen kostet diese falsch konzipierte Siedlung am Geleisfeld.

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«Glacier Valley» Spelterini hilft

Die ganze Sache wird zu gross und scheint zu entgleiten. Die im letzten Posting gestellte Frage «Ist das schon Wildwuchs?» muss bejaht werden. Mit der Brücke über die Bahngeleise unten im Bild wird vorausgeeilt. Es ist die heutige Hardbrücke. Mit dem Güterbahnhof meldet sich die Infrastruktur im ganz grossen Massstab.

Man vermisst die gestaltende Hand. In dieser Ebene – dem Sihlfeld – kann die Natur, wie am See geschehen, nicht helfen. Der Mensch müsste es tun.

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«Glacier Valley» Die Stadt sprengt Mauern und überschreitet Flüsse

Die Stadtmauern sind gefallen, das Alfred Escher-Zürich lässt seine Eisenbahnbögen über das offene Feld tanzen und vernetzt sich mit der jungen Nation. Entlang der Limmat formiert sich bereits Industrie und die Wohnblöcke sind schon auszumachen.

Ist das schon Wildwuchs?

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«Glacier Valley» Die Stadt gestaltet ihr Wachstum

Das Prachtsbild von Adolphe Tièche aus dem Jahr 1908 zeigt die Stadt im Aufbruch: Ein Gebäude übertrifft das andere an Schönheit. Die Schüler des ersten Zürcher Architekturprofessors Gottfried Semper (Semperoper Dresden) verwirklichen sich und begründen damit die Zürcher Palastbautradition. Wir erleben Wachstum, Gestaltung und Schönheit im Verbund. «zuerivitruv» verrät seine geheime Liebe: Das Geschäftshaus «Metropol» am Stadthausquai. Fünf weitere Gebäude sind leicht identifizierbar.

Die Stadtmauern sind abgetragen, und bereits ist die Schöpfung, die Zürich bis heute ausmacht, realisiert: Es sind die Quaianlagen 1887, die einerseits eine neue Grossform schaffen und anderseits die Stadt an den See verlagern. Der See wird Teil der Stadt. Das ist Stadtgestaltung oder Städtebau erster Güte. Dies alles ist das bisher beste Beispiel für eine erfolgreiche Gestaltung des Wachstums!

(Sie sehen, dass hier ganz leise Kriterien für die Beurteilung der Gegenwart aufgebaut werden)

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«Glacier Valley» Stadt in der Landschaft

Das Eis ist geschmolzen, der Mammut verschwunden. Im Glacier Valley ist menschliches Leben eingekehrt. Im Bild der Stand von 1778. Das Ende des Sees erzeugt Dichte. Die barocke Mauer – ab 1648 errichtet – umgibt sogar innere Landreserven. Nicht einmal der Platzspitz ist beansprucht. Entlang von Limmat und Sihl säumen die bewusst gepflanzten Baumreihen den Freiraum für die Städter.

Der Eingriff des Menschen ist in Abwandlung von Palladios «ornamento alla città» ein perfektes «ornamento in paesaggio». Drinnen oder draussen ist klar geregelt. Kirchtürme flankieren den Fluss, der bürgerliche Kratz-Turm das Seeufer. Die Siedlung entstand Schritt für Schritt durch kluge Nutzung der Topographie. Einzig die Stadtmauer war Resultat von Planung. 

Mit dem Alpenpanorama war der Ursprung des Glacier Valley schon immer Teil des Stadtbilds. Auch der hohe Landschaftsanteil gehört zum Wesen dieser Stadt.

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Die Grandezzades «Glacier Valley»

Die einen haben ihr Silicon Valley, wir haben unser Glacier Valley. Nicht im Holozän, doch viel früher, im Würm vor etwa 20’000 Jahren, entstand unser grossartiges Längstal. Dass dort wo der See endet ein Übergang über dessen Abfluss und nach und nach eine Stadt entstand, erstaunt niemanden. Dass aber gerade dort die höhere Hügelkette ihren Kulminationspunkt erreicht, ist ein Geschenk, das wir in Form des Üetlibergs gerne entgegennehmen. Von Natur her sind wir also seit Jahrtausenden bestens ausgestattet. 

Das Geschenk des «Glacier Valley» ruft nach Antworten im Anthropozän. Das Stadtbild wird dabei eine wichtige Rolle spielen.

Sehen wir uns doch im Folgenden genauer an, was das Anthropozän – das Zeitalter des Menschen – für die Stadt Zürich bringt.

Bild: Linthgletscher

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Soziologie des Wohnens 15 – Humanität ist Frage des Massstabs

Eigentlich kann es nicht erstaunen, dass der Mensch mit seiner Grösse von durchschnittlich 175 cm auf die Grössenverhältnisse seiner Umgebung direkt und emotional reagiert. Zu zu grossen Bauten kann er keinen Bezug aufbauen und fühlt sich nicht wohl. In alter Zeit war die Übergrösse technisch nicht machbar. In den über hundert Jahren, in denen Kolossales bautechnisch möglich ist, haben wir genügend Zeit gehabt, zu erleben, was uns – dem Menschen – zuträglich ist. Diktator Ceausescus Palast, die Stalinallee und die zahllosen Plattenbauten in Ost und West sprechen Bände. 

Muss es denn sein, dass ausgerechnet in der zivilisierten Schweiz die menschlichen Grössenverhältnisse beiseite geschoben werden und Technokraten mit ihrem Rechenschieber unsere Wohn- und Siedlungsqualität für ihre Zahlen-Ziele über den Haufen werfen? Sind wir einverstanden – schauen wir zu – wie lange noch?

Wollen wir in Zürich auf lebenswerte Wohnquartiere verzichten?

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