Wir sind nicht allein

Die Panikartige Verdichtung mit technokratischen Planungen unserer Behörden, die den menschlichen Massstab vergessen lassen, stösst gleich an mehreren Orten auf Widerstand: u.a. Zürich West, Hochschulquartier, Friesenberg, Tiefenbrunnen, Höngg und anderen.

Es schimmert durch, dass in der grossen Hast die städtebaulichen Qualitätskriterien fehlen. Wir erwarten aber schöne Bauten und Quartiere – positive Bausteine der Stadt.

• Allianz lebenswerte Stadtentwicklung
www.allianz-z.ch

• Weite Dichte Identität 
http://weite-dichte.ch/

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Erfolg im Stadtbild

Nach der Winterrose zum neuen Jahr im letzten Posting, wollen wir gleich mit dem Stadtbild beginnen. Im Gletschertal sich befindend, weist Zürich Hanglagen auf, die aus dem Boden der Stadt aufsteigen. Sie sind immer noch von Wäldern bekrönt, was den aufmerksamen ausländischen Besuch stets zu Komplimenten veranlasst. Darauf können wir schon einmal stolz sein. Zudem sind die oberen Lagen der Hänge durch spezielle Bauzonen mit Grünanteil und Baulängenbeschränkung gesichert. «Kuben im Grün» trotz Verdichtung ist die Idee für diese Lagen.

2014 kam der Grossangriff auf den Hangfuss des Zürichbergs: Mit 600 Meter langen Gebäudefluchten von 50 Metern Höhe sollte das Hochschulgebiet erweitert werden. Erstaunlicherweise wurden die kantonalen Behörden von der Stadt Zürich darin unterstützt! Kurz & gut: Dem «Verein Zukunft Hochschulquartier Zürich» ist es gelungen, über einen Rekurs eine Vereinbarung zu erreichen, die festhält, die Gebäude in den Hang hineinzustufen und die Gebäudehöhen wesentlich herabzusetzen. Das Hochschulgebiet kann erweitert werden und das Stadtbild erfährt keine Zerstörung. Das Bild zeigt die Veränderung: oben die Vereinbarung von 2019 unten das Konzept aus dem Jahr 2014.

Moral der Geschicht’: Nie unbesehen ja sagen, wenn es um das Allgemeingut unseres Stadtbildes geht!

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Beste Wünsche für das neue Jahr!

Mit dieser Winterrose, die bis vor kurzem ausgeharrt hat, bedankst sich «zuerivitruv» bei seinen Leserinnen und Lesern herzlich für die Aufmerksamkeit im Jahr 2020. Stadtbild und was damit zusammenhängt ist in Zürich ein interessantes Feld und der Zürcher Vitruv schliesst das Jahr 2020 mit einem englischen Sprichwort:

«Schönheit ist stärker als ein Ochs»

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Ornamento alla Città

Eine weitere Betrachtung aus dem zu Ende gehenden Jahr: Müsste ein Gebäude nicht eigentlich ein Beitrag zur Stadt sein? Hier zwei Beispiele: Das «Frascati» am See und «Gustav» an der Europaallee.

Seit 1934 erfreut uns alle das damals unheimlich moderne und fröhliche Frascati. Sind die riesigen Storen des Restaurants heruntergelassen und kommen im Sommer noch die der Wohnungen dazu, meint man, die Bounty lege ab. Das ist ein echter und permanenter Beitrag zur Stimmung in der Stadt.

Das Gebäude «Gustav» an der Europaallee will City spielen. Ob es ihm mit der graubraunen Blechfassade gelingt? Statt schöner heiterer Storen lässt die Automatik beim kleinsten Sonnenstrahl perforierte Bleche herunter. Kommt noch dazu, dass das Haus in dieser zentralen Lage nicht einmal über ein Mezzanin über dem Erdgeschoss verfügt. Bilanz: Vergogna per la Città.

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Hässlich?

Wie schon gesagt, setzt «zuerivitruv» seine kleine Reihe im Zwischenraum der Jahre fort. Hier ein Blick von ausserhalb. Die Bildlegende:

«Selbst die Schweiz ist vor der Geissel der Hässlichkeit nicht sicher».

Das sagt Robert Kwolek, Architect / Urbanist / Designer in den USA und England ausgebildet und jetzt in der Schweiz lebend. Europa sei die einzige Region, in der Hochhäuser die Stadtzentren nicht dominieren.
Zürich: Türme ohne Bedeutung müssen kilometerweit gesehen werden und drängen sich auf.

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Wer darf? Dürfen alle? Überall? Wie endet es?

Im zu Ende gehenden Jahr haben diese Hochhausprojekte zu Diskussionen geführt: Wohntürme auf einem Tramdepot an der Limmat, Fussballtürme auf dem Hardturmareal und fünf Wohntürme an der Thurgauerstrasse. Seit längerem beklagen wir die städtebaulich völlig unbegründete, zufällige Setzung von Hochhäusern im Stadtbild und konstatieren 20 Jahre nach dem Erlass von Hochhausgebieten in Zürich ein hässliches Stoppelfeld.

Hochhäuser sind nicht einfach Hochhäuser. Sie sind im europäischen Stadtbild Disruption. Im Jahr 2021 könnten wir angesichts des unteren Bildes entscheiden, ob wir so weiterfahren wollen, denn Stadtbild ist Allgemeingut. «zuerivitruv» wird die Frage stellen – machen Sie mit!

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Bitte keine Fortsetzung!

Wir erleben jetzt gerade graue und heitere Tage. Die graue Version im Bild lässt die Zerstörung der landschaftlichen Horizonte für einmal weg und bringt den rein volumetrischen Aspekt des städtebaulich völlig unbegründeten Wildwuchses zur Geltung und ermöglicht die Beurteilung durch uns alle. Schliesslich ist das Stadtbild Allgemeingut. Nehmen Sie sich Zeit – machen sie Stadtwanderungen, wägen Sie ab.

Nach verlorenen Abstimmungen gegen die beiden Hochhausprojekte Hardturm und Thurgauerstrasse können wir diese Tage des Übergangs dazu nutzen, uns eine Meinung zu bilden, ob wir eine solche Fortsetzung angesichts der Fragen des Stadtbilds, der Energie, des Klimas und der Art des Wohnens und Zusammenlebens überhaupt wollen. 

Mit Shakespeare: That is the question for 2021 !

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Übung geglückt

Wie schon in den Postings zuvor macht sich «zuerivitruv» am Ende des Jahres zwischen den Festtagen mehr oder weniger frohe Gedanken. Hier einmal «froh»: 

Es geht auch anders: nämlich mit geerdetem Wohnen. Das zeigt die neue städtische Siedlung Hornbach im Seefeld. In Klammer: Auch hier wurde mit der Höhe der Bauten überbordet. Die Bewohner der stadtauswärts angrenzenden Genossenschaftssiedlung Eigen- Heimatstrasse, 1893 erbaut, musste Rekurs einreichen und hatte dabei Erfolg (oberes Bild). Erfolg hatten wir in der Folge alle, wie das Bild der neuen Siedlung vom Park her zeigt. Das gilt nicht nur für den Park, sondern auch für das Dampfschiff.

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