Projekt Thurgauerstrasse: Genossenschaften, Familien und Kinder

Sehen Sie die Kinder? Wohl zu klein. Sie spielen links des Zugangswegs zum Hochhaus. Die Bäume sind 20m-Exemplare. «zuerivitruv» hat eine Analyse in einem der fünf Wohnsilos gemacht: Gelb die Zone von 3 – 4 Etagen, die Bezug zum Umfeld hat. Glücklich die Familien in der Gelben Zone A. Das Nachsehen haben alle Familien oberhalb in der violetten Zone B. Die Kinder haben keinen natürlichen Auslauf. Der Aussenraum zum herumtollen ist zu fern. Es braucht den Lift, der erst ab einem gewissen Alter erlaubt ist. Und es braucht die Begleitung durch Erwachsene. Es ist wohl unvorstellbar, im 10 – 24. Stock eingeschossen zu sein. Bilanz: nur 1/8 des Bauvolumens ist familientauglich! 

Lernen durch erleben, Motorik und Sozialkompetenz entwickeln, das funktioniert alles im Hochhaus nicht. Wir sind deshalb erstaunt darüber, was uns das Hochbaudepartement vorschlägt. 

Es wäre absurd, nochmals einen Rückfall in die finstere Zeit des technokratischen Massenwohnungsbaus des letzten Jahrhunderts erleben zu müssen.

Deshalb NEIN zum Gestaltungsplan Thurgauerstrasse.

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Panikartige Verdichtung

Warum hält sich das Wort «Wohnsilo» so «gut»? Warum ist es so wahr? Das Wohnsilo ist die Massenunterbringung in Extremform: in der Banlieue von Paris, in Berlin und neuerdings in den Schnellaufbaustädten Chinas. Es ist eine ganz einfache Art, Menschen rasch und in wenigen, grossen und immer gleichen Häusern in die Höhe zu stapeln. Der Bezug zwischen Wohnung und der Nachbarschaft im Quartier ist stets gerissen. Um all’ diese menschlichen Defizite zu kaschieren, wird mit grosser Eile gefochten und, wenn das nicht reicht, mit «Fortschritt». Wenn das die erfahrenen Wohnbaugenossenschaften nicht goutieren, schreitet das Amt zur Stopfmästung, wie jetzt gerade an der Thurgauerstrasse.

Helfen wir den Genossenschaften mit einem NEIN zu diesem unmenschlichen Gestaltungsplan. 

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Ein Bürohaus?

Das ist ein hermetisch geschlossener Kasten! (Das ehemalige World Trade Center wurde spöttisch „watertight closet“ genannt). Nichts deutet auf ein Wohnhaus für Familien mit Kindern hin. Balkone? Zu gefährlich in dieser Höhe? Die Kinder? Hochgestapelt und isoliert, eingesperrt und abhängig vom Lift. Das Bild zeigt das zweite aus der Reihe von fünf Hochhäusern stadtauswärts gesehen.

Der bekannte letzten Mittwoch verstorbene Schweizer Kinderarzt Remo Largo hat darauf hingewiesen, dass Kinder nur dann soziale Kompetenz entwickeln, wenn sie den Aussenraum leicht und oft erreichen und z.B. am Mittwoch Nachmittag zusammen spielen können.

Mit den digitalen Errungenschaften sind wir kaum in einer Zeit, die noch mehr erzwungene Isolation von Kindsbeinen an erträgt.

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Die Absage

Ein schon vor 4 Jahren ans Hochbaudepartement gerichteter Brief hätte den Behörden klar machen können, dass es keine gute Idee ist, für Genossenschaften Hochhäuser zu erstellen. Der Brief ist «zuerivitruv» kürzlich zugefallen. Genossenschaften haben grosse Erfahrung mit verschiedenen Gebäudetypen. Die 20 bis 30% höheren Baukosten für Hochhäuser lassen sich mit dem Mehraufwand für Fundament und Statik und mit zusätzlichem Flächenbedarf für Nottreppen und Liftbatterien erklären. Diese Flächen gehen der Wohnfläche ab; sie wird weniger und darum teurer.

Dazu kommt noch, dass es schädlich ist, Familien mit Kindern zu stapeln und vom anregenden Umfeld zu isolieren.

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On n’est pas moderne quand on suit la mode: (Karl Jaspers)

Überall auf der Welt wird gestopft, gestapelt und entfremdet. Doch wir wollen eine schöne, angenehme und lebenswerte Stadt. «hellozurich» und «visitzurich» hören auf Instagram zu. Wir wollen an der Thurgauerstrasse eine lebhafte Aufwertung. Wir wollen auf unseren nördlichen Stadtzugang stolz sein können und durch Atmosphäre empfangen, nicht durch Klötze, die krampfhafte Massenunterbringung markieren. 

Zu oft spricht man von «Stadttor». Das gibt es in der Moderne nicht mehr. Doch die neue Siedlung an der Thurgauerstrasse soll ein freundlicher Landmark am nördlichen Stadteingang werden; ein 650 Meter langes Kunstwerk, das zeigt, wie man heute lebt.

Bild: Massimo Collection, Zurich

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Sympathisches Quartier – nicht «klonken»

Vergessen wir das lange Band mit den 5 hintereinander gestaffelten Wohnsilos – diesen Kurzschluss aus dem Verdichtungswahn des Hochbaudepartements. 

Besinnen wir uns auf die Identität von Seebach um daran anzuknüpfen: ursprünglich feuchte Auen mit Rinnsalen, die der Glatt zustrebten. Im 20. Jahrhundert konzipierte das Hochbauamt Gartenstädte in Seebach (Bild) und Schwamendingen. Jetzt haben wir die Verdichtung, aber gleichzeitig auch die Ökologie und den Klimawandel – beides ist im megalomanen Projekt nicht berücksichtigt. Dichte und Ökologie sind zur Synthese zu bringen: Bäume und Gebäude bewegen sich in ähnlicher Höhe und bilden ein Gewebe von sanften Aussenräumen, die wie selbstverständlich die Querbewegungen durch das lange Grundstück zulassen. Es wird nicht abgeriegelt, wie beim heutigen Projekt. Es soll verbunden werden.

Statt eine artfremde «Überbauung» ins lange Band zu «klonken», ist kleinteilig, sympathisch und massstäblich zu planen: für Menschen.

Wagen wir den «Reset». Wir wollen ein sympathisches Quartier an der Einfahrt zu unserer Stadt, nicht eine Reihe von Wohnkasernen.
Nein zum Gestaltungsplan Thurgauerstrasse!

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Banlieue vergessen! Einstieg in die Alternativen:

Während der jahrelangen Wirren um das fragwürdige Banlieue-Projekt «Thurgauerstrasse» im Gemeinderat hat Prof. Jürg Sulzer eine Alternative ohne anonyme Wohnsilos vorgestellt. Die Wohnbauten sind um Höfe gruppiert und lassen Querverbindungen zwischen den benachbarten Quartierteilen Grubenacker und Leutschenbach zu. Innen und Aussen sind besser vernetzt oder verzahnt. Damit entsteht beides: menschlicher Massstab und Durchlässigkeit. Der über 600 Meter lange Riegel mit den 5 zwischengeschalteten Hochhäusern kann das nicht bieten.

Mit einem NEIN zum megalomanen «Gestaltungsplan Thurgauerstrasse» geben wir nicht nur einem Projekt im menschlichen Massstab die Chance. Wir verhindern auch die Entstehung eine Banlieue.

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Gestaltungsplan Thurgauerstrasse und sein Vorbild

«zuerivitruv» war nachlässig und entschuldigt sich: Beim sympathischen Beispiel im vorletzten Posting handelt es sich um die Überbauung «Brahmshof» nahe der Badenerstrasse. 

Die starre Aufreihung von Hochhäusern und die Geschlossenheit des langen Riegels im Gestaltungsplan Thurgauerstrasse – woher kommen sie? «zuerivitruv» ist aus Insiderkreisen zu Ohren gekommen, dass das Vorbild in «Meudon-la-Forêt» zu suchen sei. Realisiert 1960 in der Banlieue von Paris. Frage: sind das die richtigen Baumuster für ein Zürcher Wohnquartier im 21. Jahrhundert?

Vergleichen Sie die Bilder: oben die Volumetrik des Gestaltungsplans Thurgauerstrasse, unten diejenige von Meudon-la-Forêt. 

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