Mit den Kindern im Hochregallager

Weil Genossenschaften vor allem Familien behausen, ist deren ablehnende Haltung gegenüber Hochhäusern ernst zu nehmen. Zwischen Innen und Aussen legt sich Distanz, Zeit und die Unmöglichkeit ein Kind zu beaufsichtigen. In New York wurde nach dem Misserfolg mit Familienwohnungen in den Hochhäusern «Bronxdale» um 1970 der Rettungsversuch unternommen, die weit unten spielenden Kinder mit TV-Kameras zu überwachen und sogar mit Lautsprechern zu dirigieren.

Es ist wegen der Liftbarriere «natürlich», möglichst im Hochregallager oben zu bleiben. Für das Leben der Familie und das Aufwachsen der Kinder hat das verheerende Folgen. Am Wochenende bleibt für alle zusammen nur «raus mit dem Auto»; in den Ferien «ab nach Kloten». Es gibt kein befriedigendes zuhause sein, denn das Hochhaus erlaubt die innige Verbindung zum Umfeld nicht. Das Kind draussen spielen lassen und selbst drinnen bleiben ist im Hochhaus nicht möglich; auch nicht das spontane hinaus und wieder zurück in die Wohnung.

Warum fördert unsere Stadt immer noch Silowohnen für Familien? Warum werden ein halbes Jahrhundert alte und weltweite Erfahrungen* mit den verunglückten Hochhausprojekten in den Wind geschlagen?
NEIN zu den fünf Wohnsilos an der Thurgauerstrasse! Den Kindern zu liebe.

*Z.B. Oscar Newman: «Defensible Space» 1972, The Macmillan Company, New York

@hellozurich.ch
#kreis5zuerich
#kreis5
#hochhauszuerich
#stadtzürich
#zueritipp
#nextzürich

Wir wollen spielen!

Sagen die Kinder. Und der Papa antwortet:
Erstens: kann ich Euch nicht allein im Lift hinunterlassen.
Zweitens: habe ich jetzt keine Zeit mitzukommen.
Drittens: sind wir im 18. Stock!

Zwischen dem 4. und dem 18. Stock haben alle Familien das gleiche Problem.
Wir alle sind hier eingeschlossen, weil wir keine bessere Wohnung gefunden haben. Warum hat die Stadt keine bessere Siedlung gemacht?

Viertens: Wir suchen jetzt eine Wohnung zwischen Parterre und dem 3. Stock.

@hellozurich.ch
#kreis5zuerich
#kreis5
#hochhauszuerich
#stadtzürich
#zueritipp
#nextzürich

Gestaltungsplan Thurgauerstrasse – Keine weitere Versteinerung der Stadt!

Oberes Bild: 
Alles ragt weit über die Baumhöhe, keine Beschattung der Fassaden. So bereits gebaut an der Hohlstrasse neben den Bahngeleisen. Eine «bessere» Hitzeinsel ist wohl kaum denkbar.

Unteres Bild: 
Am Katzenbach plant Architekt Bob Gysin diese locker im Grün und in den Bäumen aufgehende Siedlung. Das entspricht dem Charakter des Glatttals.

Deshalb: 
NEIN zur Versteinerung an der Thurgauerstrasse.

@hellozurich.ch
#kreis5zuerich
#kreis5
#hochhauszuerich
#stadtzürich
#zueritipp
#nextzürich

Letzte Woche

Erschien auf der Titelseite der NZZ die oben abgebildete Push-Mitteilung. 
Wie würden wir reagieren, wenn die Presse folgendes «pushen» würde?:

«Zürich hat sich für Banlieue-Rezepte zur Bekämpfung der Wohnungsnot entschieden»

«Banlieue» war doch im letzten Jahrhundert die Massenunterbringung der grossen Zahl nach rein technokratischen Kriterien. Da war die unendlich lange Kranbahn, der Zement und die unzimperliche Stapelung der Bewohner. Sind da nicht einige dieser Grosssiedlungen schon wieder abgerissen worden? Z.B. die «Cité des 4000»?

Gab es da nicht auch einen Unterschied? Es ging in der Banlieue von Paris um den Übergang vom Bidonville zur minimalen Behausung mit Wasser und WC. Die weltweiten Probleme aus solchen Schnellaufbaustätdten sind bekannt und untersucht. Sind sie bei unseren Behörden etwa noch nicht angekommen? Oscar Newman hat 1974 als Soziologe geschrieben und unser Remo Largo tat dies als Kinderarzt.

Die hauptsächlichen Erkenntnisse:
• Wegen Anonymität: Nicht zu viele Partien auf einen Eingang (schliesst Hochhäuser fürs Wohnen aus)
• Gruppierung der Wohneinheiten zu kleinen überschaubaren Nachbarshaften (man muss sich gegenseitig kennen können)
• Kinder müssen den Aussenraum, das Wohnumfeld, leicht erreichen können (ein paar wenige Treppenfluchten, keine Liftabhängigkeit (für Erfahrungen, für die Entwicklung der Selbständigkeit und der Sozialisierung in der Gemeinschaft)

Mit dem Vorschlag des «Gestaltungsplans Thurgauerstrasse» ignoriert die Stadtverwaltung alle gewonnenen Erkenntnisse und fällt um etwa ein halbes Jahrhundert zurück. Im letzten Posting hat «zuerivitruv» das Ungenügen der grossen Mehrzahl der Wohnungen aufgezeigt.

Mutige Quartierbewohner haben ein Referendum gegen dieses Ansinnen zustande gebracht – belohnen wir ihren Mut! NEIN zum Gestaltungsplan Thurgauerstrasse.

@hellozurich.ch
#kreis5zuerich
#kreis5
#hochhauszuerich
#stadtzürich
#zueritipp
#nextzürich

Projekt Thurgauerstrasse: Genossenschaften, Familien und Kinder

Sehen Sie die Kinder? Wohl zu klein. Sie spielen links des Zugangswegs zum Hochhaus. Die Bäume sind 20m-Exemplare. «zuerivitruv» hat eine Analyse in einem der fünf Wohnsilos gemacht: Gelb die Zone von 3 – 4 Etagen, die Bezug zum Umfeld hat. Glücklich die Familien in der Gelben Zone A. Das Nachsehen haben alle Familien oberhalb in der violetten Zone B. Die Kinder haben keinen natürlichen Auslauf. Der Aussenraum zum herumtollen ist zu fern. Es braucht den Lift, der erst ab einem gewissen Alter erlaubt ist. Und es braucht die Begleitung durch Erwachsene. Es ist wohl unvorstellbar, im 10 – 24. Stock eingeschossen zu sein. Bilanz: nur 1/8 des Bauvolumens ist familientauglich! 

Lernen durch erleben, Motorik und Sozialkompetenz entwickeln, das funktioniert alles im Hochhaus nicht. Wir sind deshalb erstaunt darüber, was uns das Hochbaudepartement vorschlägt. 

Es wäre absurd, nochmals einen Rückfall in die finstere Zeit des technokratischen Massenwohnungsbaus des letzten Jahrhunderts erleben zu müssen.

Deshalb NEIN zum Gestaltungsplan Thurgauerstrasse.

@hellozurich.ch
#kreis5zuerich
#kreis5
#hochhauszuerich
#stadtzürich
#zueritipp
#nextzürich

Panikartige Verdichtung

Warum hält sich das Wort «Wohnsilo» so «gut»? Warum ist es so wahr? Das Wohnsilo ist die Massenunterbringung in Extremform: in der Banlieue von Paris, in Berlin und neuerdings in den Schnellaufbaustädten Chinas. Es ist eine ganz einfache Art, Menschen rasch und in wenigen, grossen und immer gleichen Häusern in die Höhe zu stapeln. Der Bezug zwischen Wohnung und der Nachbarschaft im Quartier ist stets gerissen. Um all’ diese menschlichen Defizite zu kaschieren, wird mit grosser Eile gefochten und, wenn das nicht reicht, mit «Fortschritt». Wenn das die erfahrenen Wohnbaugenossenschaften nicht goutieren, schreitet das Amt zur Stopfmästung, wie jetzt gerade an der Thurgauerstrasse.

Helfen wir den Genossenschaften mit einem NEIN zu diesem unmenschlichen Gestaltungsplan. 

@hellozurich.ch
#kreis5zuerich
#kreis5
#hochhauszuerich
#stadtzürich
#zueritipp
#nextzürich

Ein Bürohaus?

Das ist ein hermetisch geschlossener Kasten! (Das ehemalige World Trade Center wurde spöttisch „watertight closet“ genannt). Nichts deutet auf ein Wohnhaus für Familien mit Kindern hin. Balkone? Zu gefährlich in dieser Höhe? Die Kinder? Hochgestapelt und isoliert, eingesperrt und abhängig vom Lift. Das Bild zeigt das zweite aus der Reihe von fünf Hochhäusern stadtauswärts gesehen.

Der bekannte letzten Mittwoch verstorbene Schweizer Kinderarzt Remo Largo hat darauf hingewiesen, dass Kinder nur dann soziale Kompetenz entwickeln, wenn sie den Aussenraum leicht und oft erreichen und z.B. am Mittwoch Nachmittag zusammen spielen können.

Mit den digitalen Errungenschaften sind wir kaum in einer Zeit, die noch mehr erzwungene Isolation von Kindsbeinen an erträgt.

@hellozurich.ch
#kreis5zuerich
#kreis5
#hochhauszuerich
#stadtzürich
#zueritipp
#nextzürich

Die Absage

Ein schon vor 4 Jahren ans Hochbaudepartement gerichteter Brief hätte den Behörden klar machen können, dass es keine gute Idee ist, für Genossenschaften Hochhäuser zu erstellen. Der Brief ist «zuerivitruv» kürzlich zugefallen. Genossenschaften haben grosse Erfahrung mit verschiedenen Gebäudetypen. Die 20 bis 30% höheren Baukosten für Hochhäuser lassen sich mit dem Mehraufwand für Fundament und Statik und mit zusätzlichem Flächenbedarf für Nottreppen und Liftbatterien erklären. Diese Flächen gehen der Wohnfläche ab; sie wird weniger und darum teurer.

Dazu kommt noch, dass es schädlich ist, Familien mit Kindern zu stapeln und vom anregenden Umfeld zu isolieren.

@hellozurich.ch
#kreis5zuerich
#kreis5
#hochhauszuerich
#stadtzürich
#zueritipp
#nextzürich